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Israels Parade des Stolzes

Man kann es Zeitungslesern nicht übel nehmen, wenn sie denken, dass Israel ein gefährlicher Ort ist, der von Gewalt und Korruption beherrscht wird. Israels 60. Jahrestag bietet jedoch einen Anlass, uns unsere Errungenschaften vor Augen zu führen. Die Fakten sprechen für sich...

Von Ben Dror Yemini, Maariv, 17.05.08

Es gibt einige Maßstäbe, an denen Staaten gemessen werden: Bruttoinlandsprodukt, Lebenserwartung, Erziehungswesen etc. Es gibt jedoch keinen Index in Bezug auf den Beitrag eines bestimmten Landes für die Menschheit. So ein Index ist längst überfällig. Wer von Fakten verwirrt wird, der nehme sich in Acht. Hier nur eine kleine Auswahl:

Landwirtschaft: Israel ist weltweiter Spitzenreiter bei der Entwicklung von gegenüber natürlichen Risiken resistenten Sorten und speziellen Feldfrüchten, die schweren Witterungsbedingungen standhalten. Israel hat das Tröpfchenbewässerungssystem erfunden, das enorme Mengen von Wasser spart. Der Milchertrag in Israel ist der höchste in der Welt, mehr als doppelt so hoch wie der europäische Durchschnitt. In Israel wirft eine Palme durchschnittlich 182 Kg Früchte ab, im Rest des Nahen Ostens lediglich 17 Kg.

Seit Staatsgründung hat sich die landwirtschaftliche Nutzfläche verdreifacht, der Ertrag jedoch versechzehnfacht. Ashkelon betreibt die weltweit größte Entsalzungsanlage, wenn sie nicht gerade von Raketen der Hamas getroffen wird, die sich dann über den Wassermangel im Gaza-Streifen beschweren kann.

High-tech: Ein beträchtlicher Teil der führenden High-tech-Entwicklungen der Welt sind israelische Erfindungen. Der erste USB-Stick wurde in Israel erfunden. Das ICQ Instant Messaging Program, das zum integralen Bestandteil eines jeden Computers auf der ganzen Welt geworden ist, wurde in Israel entwickelt. Die beste Sicherheitssoftware stammt aus Israel.

Ein Großteil des Windows XP-Betriebssystems, das in fast jedem Computer der Welt verwendet wird, wurde in Israel entwickelt. Die VOIP-Technologie (Voice over Internet Protocol, die Basis für Programme wie Skype), die internationale Telefongespräche einfach, billig und leicht verfügbar macht, wurde in Israel entwickelt. Es ist kein Zufall, dass wir beinahe jeden Tag von einer weiteren israelischen Firma hören, die von einem Konglomerat aufgekauft wird.

Israel rangiert bei der Zahl der Patente pro Kopf weltweit an zweiter Stelle, nach Japan und vor den USA. Wenn man die Effektivität der Erfindungen betrachtet, stehen wir eigentlich an erster Stelle. Von den 100 wichtigsten Start-ups in Europa waren zehn israelisch.

Wissenschaft: Israel rangiert bei der Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen pro Kopf weltweit an dritter Stelle. Wenn man die Bedeutung der Publikationen gegenüber ihrer relativen Quantität berücksichtigt, steht Israel weltweit auf Platz 14. Dies schließt Fächer ein, von denen die gesamte Menschheit profitiert – Medizin, Physik, Mathematik u. a.

Bei der Zahl von Sonderstipendien für junge Wissenschaftler des ERC (European Research Council) hat Israel den fünften Platz erreicht. Relativ zu seiner Größe belegt es freilich Platz eins.

Medizin: Teva ist das weltweit größte Unternehmen für Generika. Es gibt wohl nur weinige Haushalte auf der Welt ohne Medikamente ‚Made in Israel’. Teva und andere Unternehmen entwickeln auch neue Arzneimittel. So hat Teva etwa ein Medikament zur Parkinson-Behandlung entwickelt, bei der Behandlung von Multiple Sklerose ist Israel an vorderster Front beteiligt.

Vor zwei Jahren hat der weltweit größte Pharmakonzern Pfizer ein Produkt einer israelischen Firma erworben, das Erblindung verhindern kann. Bei der Verbindung von Nanorobotern und Medizin ist Israel führend.

Und dies ist – wie gesagt - nur eine Auswahl.

Nicht alles ist wundervoll in Israel. Viele Menschen sind auf der Strecke geblieben. Die Klüfte innerhalb der israelischen Gesellschaft gehören zu den größten unter den demokratischen Staaten. Zu wenige kontrollieren zu viel Kapital. Daher müssen Entwicklung und Ausbau des menschlichen Potentials die nationale Aufgabe des nächsten Jahrzehnts bilden. Die Pro-Kopf-Produktion im ressourcenarmen Israel ist um 40% höher als im reichen Saudi-Arabien. Der Grund hierfür ist einfach: Menschliche Ressource produzieren sehr viel mehr als Ölressourcen. Und trotz seiner Errungenschaften ist Israel noch weit davon entfernt, sein Potential voll auszuschöpfen.

Nun gelangen wir zu dem größten Paradox von allen: Obwohl Israel Nummer eins in der Welt sein könnte, wenn es einen Index für Beiträge zur Menschheit geben würde, belegt es den ersten Rang im Index der Feindseligkeit. Israel wird zahlreichen Umfragen zufolge (zuletzt von der BBC) als das Land wahrgenommen, dass den Weltfrieden am meisten bedroht.

Führende Zeitungen der Welt – etwa die New York Times, die Washington Post, Le Monde oder der Guardian – haben sich anlässlich von Israels 60. Geburtstag dazu entschieden, völlig von Israels Beitrag zur Entwicklung der Menschheit abzusehen und stattdessen die „ethnische Säuberung und die palästinensische Nakba“ in den Vordergrund zu rücken. Auch hierbei lassen sich sie von Fakten nicht tangieren.

Der Widerspruch zwischen Israels Beitrag für die Welt und seinem Image zeigt nur eines: die Lügenindustrie trägt den Sieg über die Fakten davon. Tatsächlich weist der israelisch-arabische Konflikt die niedrigste Opferzahl in den Annalen aller Konflikte auf. Das hält die Lügenindustrie nicht davon ab, die Verleumdung zu verbreiten, dass Israel einen Völkermord an den Palästinensern betreibe – obwohl es keinen Völkermord gibt und nie gegeben hat.

Kritik an Israel ist zulässig. Nicht alle seine Aktionen sind lobenswert. Jeder Intellektuelle und Liberale auf der Welt, der sich noch immer an Fakten orientiert und nicht an der Mode, muss jedoch zugeben, dass die antizionistische Mode als einer der niedrigsten Trends in die Geschichte der Menschheit eingehen wird, erreicht nur noch von Phänomenen wie Rassismus und Antisemitismus. Es ist also Zeit, das wahre Israel zu präsentieren – ein Israel dass sein 60. Jahr mit Stolz betrachten kann, hauptsächlich aufgrund seines enormen Beitrags für die Menschheit.

Israel braucht keine Militärparade. Es braucht eine Parade seiner Errungenschaften. Wir könnten sie Parade des Stolzes nennen.

Category: Allgemeines
Posted 07/25/08 by: admin



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Comments

Macros wrote:
ohne zweifel....ein sehr schöner artikel, der freude und stolz macht.... was mich ein wenig beunruhigt ist die tatsache das diese errungenschaften allesamt die beziehung zur welt, zu den völkern, betreffen....aber was ist mit der beziehung zu G'TT ? wir unternehmen viel um es den völkern recht zu machen, wir eifern danach "zu sein wie sie", nicht "anders" zu sein und nehmen dabei die konfrontation mit G'TT in kauf...es wird land das uns von G'TT als erbgut gegeben wurde, hergegeben für einen zweifelhaften frieden, einen frieden geschaffen durch menschen wird es aber nicht geben. unseren frieden werden wir erst durch den uns angekündigten maschiach erhalten. aber auch den sittlichen verfall unseres volkes sollten wir nicht ausser betracht lassen. eine stadt wie tel aviv z. b. ist von einer stadt wie bei den völkern nicht mehr zu unterscheiden... aroganz, überheblichkeit, unzucht, das nicht befolgen der täglichen opfer
(tefila)durch einen großteil des jüdischen volkes in israel, scharmlose feiern, hier sei als paradebeispiel die gay-parade zu nennen, die sogar jetzt schon in jerushalaijm ihr unwesen treibt,... wie sprechen wir zweimal am tag.... "und es wird sein wenn ihr meine gebote nicht halten und ihr abfallet von meinem gesetz... so werdet ihr...!!!. WIR SOLLTEN UNS BESINNEN !!!
07/25/08 16:23:17

gerda wrote:
Macros, ich denke, es gibt einen Unterschied zwischen Medinat und Erez Israel. Hauptsächlich den, dass Erez Israel erst am Ende der Zeit sein wird. Bis dahin gilt natürlich das Erbe vom Sinai nicht weniger - aber Menschen sind Menschen und die größten Errungenschaft die Menschen vollbringen können, ist an der vervollkommnung der Menschheit zu arbeiten. Dazu gehört meines Erachtens die Wissenschaft genauso wie die Spiritualität. Und das Bestreben, die Welt durch Menschen zu befrieden. Ich habe mal gelesen: Vakesh Shalom veradfehu. Das scheint mir nicht in Bezug auf G'tt allein geschrieben.
07/25/08 21:51:11

Macros wrote:
Gerda, ich denke, das das heutige israel sich in einem entwicklungsprozess befindet... eine entwicklung die uns prophezeit wurde "am ende der tage werde ich zurückführen meine volk aus allen völkern/enden der erde" schon deshalb sträubt sich in mir etwas gegen den begriff "medinat" ... die enstehung bzw. wiederenstehung von EREZ ISRAEL erst am ende der zeit bzw. mit beginn des messianischen zeitlaters zu erwarten, löst in mir zwangsläufig das gefühl aus, das israel 2000 jahre lang nicht exestiert hätte...die tatsache das wir 2000 jahre lang ein volk ohne staat waren ist für mich nicht gleichbedeutend mit einer erlöschung bzw. der notwendigkeit einer wiederbelegung von EREZ ISRAEL.... dies anzunehmen oder so zu handhaben erweckt in mir das gefühl, den römern den erfolg zu geben, bei der umbennenung EREZ ISRAELS in palästinie den namen ISRAEL in der welt vergessen zu machen " auf das sich nie mehr jemand an den namen ISRAEL erninnert"....natürlich muss das menschliche besteben ein bestreben nach frieden sein.... in einem solchen bestreben dürfen aber nie die beziehungen zu G'TT ausser acht gelassen werden.... das bestreben zu frieden mit den völkern darf keinen konflikt mit G'TT bedeuten... und die hergabe von land, das uns von G'TT als erbgut gegeben wurde, kommt meiner empfindung nach einer geringschätzung bzw ausschlagung dieses geschenkes gleich....( ich errinnere hier an den wunsch der 2 1/2 stämme die nicht mit über den jarden wollten und die reaktion von moshe haRabenu, bevor sich die stämme dazu bereit erklärten erst das versprochene land mit einzunehmen. nun kann man einwenden "wir bekommen aber anders keinen frieden". dem habe ich zweierlei entgegen zu setzen... zum einen sprechen fakten dafür das man keinen frieden mit uns will, das eingeständnisse unserseits lediglich als etappe zu dem ziel angesehen werden, israel zu zerstören... zum andern hat dieses handeln für mich einen geschmack von fehlenden vertrauen zu G'TT ...
07/28/08 11:36:09

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