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Fortsetzung zur gestohlenen Löwin

Die zweijährige Sabrina ist nach zweijähriger Geiselhaft bei einer bewaffneten Drogenbande im Gazastreifen wieder mit ihrem Bruder Sakher im Zoo von Gaza vereint worden. Die Löwin Sabrina wurde vor zwei Jahren von bewaffneten Männern mit vorgehaltener Waffe entführt. Ihr Bruder habe sich als Widerstandskämpfer erwiesen und der Entführung widersetzt...

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 9. Juli 2007

Wie die Zeitung Haaretz berichtet, hätten Kämpfer der „Exekutiv-Streitkräfte“ der Hamasorganisation bei der Suche nach einem Drogen und Waffenversteck auch die ausgehungerte Löwin gefunden und in den Zoo gebracht. Sie habe während ihrer Gefangenschaft vier Zähne, die Krallen und einen Teil ihres Schwanzes verloren. „Sie wird sich künftig nur noch mit Hackfleisch ernähren können“, sagte ein Veterinär in Gaza und forderte, „die Verbrecher, die dem Tier die Zähne ausgeschlagen haben, hart zu bestrafen“.

Als Sabrina im Käfig mit Sakher wiedervereint wurde, begrüßten sich beide liebevoll. Der große Bruder duldete nicht mehr, dass die Wächter seine Schwester streicheln.

In dem Bericht wird über zahlreiche Zoo-Tiere in den palästinensischen Gebieten erzählt, die bei Kämpfen oder bei israelischen Militäroperationen umgekommen seien. So seien drei Zebras in Kalkilja nach Einatmen von israelischem Tränengas gestorben. Auch eine Girafe habe während der Intifada ihr Leben gelassen. Im Gegenzug hätten israelische Zoos den Palästinensern im Westjordanland drei Löwen, zwei Zebras und mehrere Ibexe geschenkt.

Am Samstag wurde zudem bekannt, dass im Rambam-Hospital in Haifa im Norden Israels „biologische Kampfmittel“, nämlich Löwenmist gegen die im Krankenhausgelände ausgebrochene Katzenplage erfolgreich eingesetzt habe. Für die täglichen zehntausend Patienten bedeutet die große Katzenzahl eine ernste Gefahr für die Gesundheit. Israelische Gesetze verbieten es, wilden Katzen einzufangen und zu töten. Sie dürfen sterilisiert werden, müssen jedoch an ihren ursprünglichen „Wohnort“, also ins Krankenhausgelände, zurückgebracht werden.

Lior Cohen, administrativer Leiter des Hospitals, ersann einen ökologischen Kampf gegen die Katzenplage, ohne gegen die Gesetze zu verstoßen. Er besorgte sich aus dem Zoo von Haifa kostenlos Löwenexkremente. Die verstreute er rund um die üblichen Fressstellen der Katzen. Und siehe da, die Katzen wagten sich nicht vor und hungerten lieber, „wohl bis die Löwenexkremente vertrocknet und ihr Geruch sich verflüchtigt hat“, erzählte Cohen im israelischen Rundfunk. Für ihn, wie für die Experten des Zoos ist es ein Rätsel, wieso diese Methode so einwandfrei funktionierte. „Wahrscheinlich gehört es zu den Instinkten der Straßenkatzen, im Löwengeruch eine für sie potentiell gefährliche große Katze zu entdecken, obwohl sie wohl niemals einem echten Löwen in freier Wildbahn begegnet sind.“

Cohen empfiehlt, dieses Phänomen zu erforschen. Doch seitdem die Katzen auf natürliche Weise reduziert wurden, mehrte sich die Mäuse- und Rattenplage rund um das Hospital. Mit einer gerichtlichen Genehmigung will Cohen gegen die neue Plage geschützte Falken von einem Pflegezentrum für verletzte Wildvögel auf dem Carmel-Berg „ausleihen“ und sie auf dem Krankenhausgelände als Jäger aussetzen.

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

Category: Allgemeines
Posted 07/10/07 by: admin



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Comments

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