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Endlich Gehalt für Palästinenser: Hamas ausgeschlossen

Palästinensische Regierungsangestellte haben am Mittwoch erstmals seit 15 Monaten ihr Gehalt bekommen. Das Geld wurde allerdings nicht an Mitglieder der radikal-islamischen Hamas ausgezahlt...

Seit die Hamas im März 2006 die Regierung übernahm, haben die 165.000 Angestellten ihren Lohn nur sporadisch erhalten. Die Hälfte von ihnen ist für die Sicherheitskräfte tätig. Ein Grund für die mangelnde Auszahlung war der internationale Boykott gegen die HAMAS-geführte Regierung. Die Terrorgruppe weigert sich bis heute, auf Gewalt zu verzichten sowie Israel und bestehende Verträge mit den Israelis anzuerkennen.

Infolge der Machtübernahme im Gazastreifen durch die Hamas haben westliche Staaten ihre Unterstützung wieder aufgenommen - sie lassen die Gelder allerdings dem Vorsitzenden der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, zukommen. Auch Israel hat eingefrorene Steuergelder an die Regierung im Westjordanland übermittelt, die Abbas eingesetzt hat.

Der Premier der PLO-Notstandsregierung, Salam Fajjad, sagte am Mittwoch, die Auszahlung der Gehälter sei "ein wichtiges Zeichen dafür, dass ein weiterer Ring der wirtschaftlichen Belagerung durchbrochen wurde".

Vor der Arabischen Bank in Gaza-Stadt standen die Angestellten Schlange, um ihr Geld zu bekommen. Einer von ihnen, Dschihad Abu Schehada, arbeitet für den Militärgeheimdienst. Gemäß Abbas' Anweisungen ist er jedoch seit dem Hamas-Putsch nicht zur Arbeit angetreten. "Sie haben uns angegriffen, sie haben auf uns geschossen, sie haben gegen uns gekämpft, und dann wollen sie, dass wir für sie arbeiten. Niemals", sagte er gegenüber der "Jerusalem Post".

Ein Vertreter der Hamas-Miliz, Abu Ramadan, hielt Wache vor der Bank, obwohl er seinen Lohn nicht erhalten sollte. Nach eigenen Angaben vertraut er darauf, dass ihn die Hamas stattdessen bezahlt. "Wir erkennen die Regierung in Ramallah nicht an. Hier haben wir eine Regierung vor Ort, die die Kontrolle hat."

Im Gazastreifen leben 55.000 Regierungsangestellte. Insgesamt sind etwa 19.000 Arbeitnehmer von der Auszahlung ausgeschlossen - von ihnen hat die Hamas 12.000 im vergangenen Jahr eingestellt. Laut der Hamas sind insgesamt, inkl. Westjordanien, 30.000 Palästinenser betroffen. Sie hätten etwa 192.000 Menschen zu versorgen.

HAMAS protestiert

Unterdessen hat die HAMAS die Notstandsregierung von Salam Fajjad beschuldigt "rassistisch" zu sein und rief alle Beamten, die kein Geld erhalten hatten, dazu auf, "Geduld und Vertrauen zu zeigen". Die Regierung unter Premier Fajjad ("Der Dritte Weg") habe Tausende Angestellte ihres Gehaltes beraubt. "Diejenigen, die dem Volk sein Brot wegnehmen, werden am Ende verlieren", warnte die Terrorgruppe in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die Hamas fügte hinzu: "Die rassistische Diskriminierung der Fajjad-Regierung ist illegal. Solche unverantwortlichen Entscheidungen müssen gestoppt werden, weil das Geld, das sie haben, dem ganzen palästinensischen Volk gehört."

Posted 07/06/07 by: admin



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Comments

wrote:
costumes
10/22/07 09:12:10

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