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Gaza: Geben Sie der Hamas eine Chance

Die Hamas befindet sich in einer Notlage und ihre Führung signalisiert, dass sie zu Kompromissen bereit wären, um die Öffnung der Übergänge und die Übergabe von Waren zu ermöglichen. Aus dem Umfeld der Hamas beharrt man darauf, dass im Kreise der Führungsspitze eine Bereitwilligkeit besteht, eine langfristige Feuerpause zu erzielen. Die israelische Regierung genießt zur Zeit einen klaren taktischen Vorteil und es sieht so aus, als hätte sie alle Karten in der Hand...

Von Dror Seevi, Leitartikel Jedioth Achronoth v. 04.07.2007

Doch es wäre ein Fehler, die Hamas zu boykottieren. Der logische Vorgang wäre, den Äußerungen ihrer Führung zuzuhören und zu versuchen, ein Arrangement mit ihnen zu erzielen. Nach Jahren des Nichtstuns vonseiten Abu-Mazens und seiner Regierung hat die Hamas begonnen, eine ordentliche Machtausübung in den Gazastreifen zurück zu bringen. Ihre Führung ist dazu entschlossen, die Milizen zu entwaffnen (…) und die Region als Regierung zu leiten. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat das nie getan.

Das Hamas-Regime wird nicht brutaler oder willkürlicher sein, als jedes andere arabische Regime.

Die Tage, die inzwischen verstrichen sind, bezeugen, dass die Organisation den Kampf gegen Israel nicht verschärfen will. Ihre Gründe sind natürlich taktischer Natur. Die Organisation hat nicht auf ihre Hoffnung verzichtet, das Verschwinden des zionistischen Staates herbeizuführen und wird die Vorbereitungen und Organisation dafür insgeheim fortsetzen, doch in der jetzigen Phase braucht die Hamas Ruhe, um das Gebiet in ihrer Macht neu aufzubauen, und dafür ist sie bereit, eine Beruhigung herbeizuführen.

Der langfristige Plan der Hamas, das Verschwinden Israels herbeizuführen, darf uns nicht beängstigen. Wir müssen uns dessen bewusst sein und wir dürfen unsere Wachsamkeit nicht verlieren, doch trotz allem müssen wird der Hamas erklären, dass wenn sie eine Beruhigung anstreben, auch wir uns darüber freuen würden, die Lage zu beruhigen, und wenn sie einen 10-Jährigen Waffenstillstand anstreben, werden wir ihnen gegenüber sitzen, oder mit saudischer Vermittlung, und die Bedingungen solch eines Waffenstillstands ausarbeiten.

Das wäre ein Gewinn für beide Seiten.

Es stimmt zwar, dass wir Abu-Mazen helfen müssen und der palästinensischen Welt zeigen müssen, dass Gemäßigtheit der Weg ist, doch die Grundstellung Israels muss deutlich sein: Die Bereitschaft mit jeder arabischen und palästinensischen Stelle zu reden, die daran interessiert ist, inklusive extremistischer moslemischer Organisationen. Nur die Anerkennung unserer Existenz wird der Bereitschaft für ein vollständiges Friedensabkommen begegnen.

Und was wird im Jahr 2017 passieren? Es ist möglich, dass es die Hamas schaffen wird, sich innerhalb eines Jahrzehnts zu organisieren, Waffen zu horten und unsere Existenz zu bedrohen, doch wie man sehen kann, besteht diese Gefahr auch ohne Waffenstillstand und unter Bedingungen andauernder Kampfhandlungen. Im Gegensatz dazu wäre es möglich, dass 10 Jahre der Beruhigung Bedingungen und ein Lebensniveau herstellen, an deren weiterem Bestehen auch die Hamas interessiert ist, und vielleicht wird auch eine ideologische Veränderung im Gazastreifen zustande kommen.

Posted 07/05/07 by: admin



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Comments

wrote:
Ismail Haniyya wird „zur Beruhigung der Lage“ und zum Beweis „seiner Friedfertigkeit“ der israelischen Regierung sehr bald einen ausführlichen Wunschzettel zukommen lassen auf dem mehrere Wünsche aufgelistet sind, als da wäre, dass Israel, so es an einem dauerhaften Frieden, sprich Waffenstillstand mit der Hamas ernsthaft interessiert ist, sich in die Grenzen von 1967 zurückzieht, das Rückkehrrecht aller palästinensischen Flüchtlinge festschreibt und damit die Wiederherstellung der vollen Souveränität, territoriale Integrität, nationalen Rechte und die Unabhängigkeit des palästinensischen Volkes garantiert, die Hamas als alleinige Regierung Palästinas und damit einziger legitimer politischer Vertreter aller Palästinenser anerkennt. Dass Israel seine vollste Unterstützung für die alleinige arabische Souveränität über Jerusalem und andere heilige Stätten in Palästina zusichert um dadurch ihre Wertschätzung für die Sache der Palästinenser auszudrücken und auch sonst Maßnahmen zu treffen hat um den administrativen, juristischen wie militärischen Charakter aller besetzten arabischen Gebiete zu Gunsten der Palästinenser dauerhaft zu ändern, also die Differenzierung zwischen jüdischen Siedlern und israelischer Bevölkerung ad acta zu legen.

Ach ja, wenn wir schon bei Forderungen sind, könnte MP Ehud Olmert Ismail Haniyya auch gleich freundlicher weise die israelischen Geheimarchive öffnen um die vollständige militärische Einsatz- wie Reservestärke aller Waffengattungen-, die vollständige konventionelle wie atomare Bewaffnung nebst aller Abschußbasen und Militärstützpunkte und vielleicht noch die Privatadressen aller oberkommandierende Generäle wie aller Geheimdienstchefs nebst Namen und Aufenthalts- wie Einsatzort aller aktiven Agenten, die in den Reihen der Palästinenser ihren Informationsdienst für Israel leisten, offenlegen.

Schließlich sollte Israel nicht vergessen, dass sich Gilad Shalit seit dem frühen Morgen des 25. Juni 2006 um 05:40 Uhr noch immer in realer Todesgefahr befindet und auf baldige Freilassung wenig Hoffnungen setzen kann, sollte Israel gegenüber der Hamas kein Entgegenkommen signalisieren!

Dies würde dann als quasi Vertrauensbeweis „unter Kollegen“ figurieren.

Daneben würden in dem Waffenstillstandsabkommen noch ganz bestimmt einige Zusatzklausel für den zukünftigen „Friedensvertrag“ enthalten sein, die als Vorbedingung für erste Friedensgespräche die vollständige Freilassung aller palästinensischen Terroristen und potentiellen Selbstmordattentäter aus israelischen Gefängnissen fordert, die im Zuge ihrer Freiheits- und Befreiungskämpfe gegen die israelische Okkupationsarmee nicht anders agieren konnten, als mit unkonventionellen, selbstmörderischen Mitteln des Terrors den heutigen Status in Gaza vorzubereiten, schließlich wurde in der Deklaration der zweiten Islamischen Konferenz, die am 24. Februar 1974 in Lahore abgehalten wurde, gegenüber Israel ganz deutlich gemacht, daß:

Die arabische Sache die Sache aller Länder ist, die gegen Aggression sind; sie wird nicht erleiden, dass der Gebrauch von Gewalt durch territorialen oder anderen Gewinn belohnt werden wird;

2. Den arabischen Staaten sollte volle und effektive Unterstützung gegeben werden, damit sie mit „allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ ihr besetztes Land wieder zurück holen.

weiter...

7. Die von den christlichen Kirchen unternommenen konstruktiven Bemühungen in der ganzen Welt und den arabischen Staaten, insbesondere im Libanon, in Ägypten, Jordanien und Syrien, die palästinensische Frage der internationalen öffentlichen Meinung und den religiösen Weltkonferenzen zu erklären; sie werben dafür, dass ihre Unterstützung für arabische Souveränität über Jerusalem und andere heilige Stätten in Palästina Wertschätzung erfahren sollten…

…und sich den heutigen, religiösen Gepflogenheiten der Hamas in Gaza anzupassen haben – freiwillig oder unfreiwillig!!!

Sollte die israelische Regierung mit Ismail Haniyya in ernsthaften Friedensgesprächen, die ausschließlich „traditionelle“ (wie oben beschrieben) palästinensische Forderungen als Verhandlungsgrundlage beinhaltet, „einlenken“, dann, ja dann wird dieser auf die Hamas zugehende „fatale“ Schritt der endgültig noch fehlende Beweis sein, dass Terrorismus sich „auszahlt“ und Israel als demokratischer Rechtsstaat seinen eigenen Staatsbürgern gegenüber verantwortungslos versagt hat und dem Staat Israel, als sichere Heimstätte für das Jüdische Volk, nicht gerecht wird.

Dieser Hamas eine Chance geben?

Wer dies ernsthaft fordert, sollte sich selbst fragen und fragen lassen auf welcher Seite er steht und in wessen Namen er eigentlich seine Stimme erhebt!
07/06/07 12:11:04

wrote:
Den genau selben Schluss muesste dann naber auch die Anhaengerschaft der HAMAS ziehen.
Gewalt ist nicht das Mittel der Wahl, man muss davon abkommen und den Weg der Verhandlung gehen. Zugestaendnisse machen. Auch die HAMAS wurde in den Augen radikaler Anhaenger verlieren.
07/09/07 15:13:10

wrote:
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03/09/08 13:42:07

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