Anne Frank

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Annelies Marie Frank, verkürzt auch Anne, niederländisch Annelies (* 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main; † Anfang März 1945 im KZ Bergen-Belsen), war ein jüdisches Mädchen, das in Deutschland geboren wurde, aber während des Zweiten Weltkriegs im niederländischen Exil seine Staatsangehörigkeit verlor und kurz vor dem Kriegsende dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer fiel. Zuvor hatte sie sich mit ihrer Familie in einem Hinterhaus in Amsterdam versteckt gehalten, wo sie ihre Erlebnisse und Gedanken in einem Tagebuch niederschrieb, das nach dem Krieg von ihrem Vater Otto Frank veröffentlicht wurde. Das Tagebuch der Anne Frank gilt heute als einzigartiges menschliches Dokument aus der Zeit des Holocaust und die Autorin als Symbolfigur aller unschuldig Verfolgten.

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Anne-Frank-Briefmarke (1979)
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Statue von Anne Frank in Amsterdam

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit in Frankfurt

Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 als zweite Tochter von Otto Frank und Edith Frank, geb. Holländer, in Frankfurt am Main geboren und wohnte seit ihrem zweiten Lebensjahr in der Ganghoferstraße 24 im Stadtteil Ginnheim (heute Dornbusch). Die Familie lebte in einer assimilierten Gemeinschaft von Juden und anderen Bürgern und die Kinder wuchsen mit katholischen, protestantischen und jüdischen Freunden auf. Die Franks waren Reformjuden, die viele Traditionen des jüdischen Glaubens bewahrten, aber nur wenige Gebräuche pflegten. Edith war der gläubigere Elternteil, während Otto, der im Ersten Weltkrieg als Offizier aktiv war und nun als Unternehmer arbeitete, sich mehr um die Bildung seiner beiden Töchter kümmerte. Er verfügte über eine umfangreiche Bibliothek und animierte die Mädchen zum Lesen. Anne musste sich ständig mit ihrer drei Jahre älteren Schwester Margot vergleichen lassen. Margot galt als gutmütig, vorbildlich und zurückhaltend, während Anne vielseitig interessiert und lebhaft, aber auch oft extrovertiert und impulsiv war und sich gegenüber Margot benachteiligt fühlte. Bevor die judenfeindliche Politik der Nationalsozialisten ihr junges Leben in Unruhe brachte und schließlich völlig zerstörte, lebte sie unbeschwert mit ihrer Familie und ihren Freunden in Frankfurt. Sie konnte auch ihre Großmutter, Ottos Mutter, in Basel besuchen.

Als die NSDAP am 13. März 1933 – wenige Wochen nach Hitlers Machtergreifung – bei der Kommunalwahl in Frankfurt die Mehrheit erreichte, kam es sofort zu antisemitischen Demonstrationen. Otto Frank, der stets einen sicheren Blick für die Zukunft hatte, sah große Probleme auf seine Familie zukommen und die Eltern fragten sich besorgt, was wohl passiere, wenn sie weiter in Deutschland blieben. Später in diesem Jahr zog Edith mit den Kindern nach Aachen zu ihrer Mutter Rosa Holländer. Otto blieb zunächst in Frankfurt, erhielt dann jedoch das Angebot, eine Firma in Amsterdam aufzubauen. Er zog in die Niederlande, um die Geschäfte zu arrangieren und alles für die Ankunft seiner Familie vorzubereiten.

Exil in Amsterdam

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Haus der Familie Frank am Merwedeplein

Edith und die beiden Töchter kamen im Februar 1934 nach und lebten in einem Mehrfamilienhaus am Merwedeplein 17, in einem damaligen Vorort der Stadt. Sie wollten in den Niederlanden bleiben, weil sie sich hier sicherer fühlten als in ihrer eigentlichen Heimat. In den nächsten Jahren gingen auch viele andere jüdische Familien im Nachbarland ins Exil.

Die Eltern kümmerten sich im Exil weiterhin um die Bildung ihrer Kinder. Margot besuchte eine öffentliche Schule, während Anne in einer Montessori-Schule angemeldet wurde. Während die ältere Schwester vor allem in der Mathematik glänzte, zeigte Anne ihre Fähigkeiten beim Lesen und Schreiben. Hannah Goslar erzählte später, wie Anne häufig heimlich schrieb und nichts über den Inhalt ihrer Schriften verraten wollte. Diese frühen Aufzeichnungen sind verloren gegangen, aber „Hanneli“, wie Anne ihre beste Freundin nannte, ist heute eine wichtige Zeitzeugin, deren Erinnerungen Alison Leslie Gold 1998 in einem Buch festhielt. Eine weitere wichtige Freundin, Jacqueline van Maarsen, berichtete einige Jahre später ebenfalls von ihren Erlebnissen mit Anne.

Otto Frank leitete die Firma Opekta, die das Geliermittel Pektin produzierte. 1938 gründete er zusammen mit dem Fleischer Hermann van Pels, der mit seiner ebenfalls jüdischen Familie aus Osnabrück geflohen war, eine zweite Firma namens Pectacon, die Gewürze verkaufte. Otto war sehr bemüht, dauerhaft seinen Lebensunterhalt zu sichern, da er miterleben musste, wie die Bank seines Vaters Michael in Aachen, die bereits durch die Weltwirtschaftskrise 1929 geschwächt war, von den Nationalsozialisten enteignet wurde.

1939 kam Ediths Mutter zu den Franks nach Amsterdam, wo sie bis zu ihrem Tod im Januar 1942 blieb. Wie rücksichtslos die Nationalsozialisten vorgingen, erfuhren die Franks aus erster Hand von Ediths Bruder Walter Holländer, der im Rahmen der Reichspogromnacht festgenommen und ins KZ Sachsenhausen gebracht worden war, bevor er mit einer Sondergenehmigung in die Niederlande reisen durfte. Otto Frank ließ sich jedoch durch die schockierenden Berichte über die brennenden Synagogen nicht von seiner optimistischen Einstellung abbringen. Er bezeichnete das Ereignis als „Fieberanfall“, der alle Beteiligten zur Vernunft bringen müsse. Die Hoffnung verwandelte sich jedoch in Angst, als mit dem Blitzkrieg gegen Polen im September 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach.

Die Juden im Exil fragten sich verunsichert, ob nun auch die Niederlande, die sich eigentlich neutral positionierten, von Hitlers Expansionsdrang gefährdet wären. Die Nationalsozialisten beantworteten die Frage, als sie im Mai 1940 einmarschierten und das Land besetzten. Sie präsentierten sich zwar zunächst relativ zurückhaltend, aber schnell wurde deutlich, dass den Juden in den Niederlanden das gleiche Schicksal bevorstand wie in den anderen besetzten Gebieten. Die Königin Wilhelmina ging nach London ins Exil, und ihr Land kapitulierte. Otto und Edith Frank konnten die politischen Probleme nicht länger vor ihren Kindern verborgen halten. Bisher hatten die Eltern versucht, ihre Töchter abzuschirmen, um eine gewisse Normalität zu bewahren, aber Anne verstand nun die Welt nicht mehr. Aufgeben passte nicht zu ihrem kämpferischen Charakter; sie war es gewohnt, ihre Meinung durchzusetzen.

Immer neue Judengesetze nahmen ihnen zunehmend ihre Rechte. Sie wurden vom gesellschaftlichen Leben und allen öffentlichen Einrichtungen ausgeschlossen. Das Kino-Verbot traf Anne, die mit Begeisterung Fotos von Filmstars sammelte, besonders hart. Mit ihren jüdischen Mitschülern musste sie nun eine besondere Schule, das Lyzeum, besuchen, wodurch sie von vielen Freunden getrennt wurde. Alle Juden mussten sich und später sogar ihre Fahrräder registrieren lassen. Als sie durch die Verpflichtung, den Judenstern tragen zu müssen, gebrandmarkt wurden, solidarisierten sich viele Niederländer mit ihnen. Allerdings formierte sich auch eine niederländische Partei von Nationalsozialisten. Um seine Firmen vor den strengen Kontrollen der Wirtschaftsprüfung zu schützen, übergab Otto Frank die Leitung pro forma an seine arischen Mitarbeiter Johannes Kleimann und Victor Kugler.

Versteck im Hinterhaus

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Rekonstruktion des Bücherregals, das den Zugang zum Versteck im Hinterhaus verdeckte

Die Lage der Familie Frank spitzte sich zu, als ihre sechzehnjährige Schwester, Margot, am 5. Juli 1942 auch einen Aufruf von der Zentralstelle für jüdische Auswanderung erhielt, der ihre Deportation in ein Arbeitslager anordnete. Hätte sich Margot nicht gemeldet, wäre die ganze Familie Frank verhaftet worden. Ihr Vater hatte für einen solchen Notfall vorgesorgt und im Hinterhaus seiner Firma ein Versteck eingerichtet, wie es sein Mitarbeiter Kleimann vorgeschlagen hatte. Und so begann bereits am nächsten Tag, dem 6. Juli, für die ganze Familie ein Leben im Untergrund, da eine Flucht aus den besetzten Niederlanden unmöglich erschien. Sie bezogen die rund 50 m² großen Räume in der Prinsengracht 263, nach einer Woche folgt die Familie van Pels und im November 1942 kommt noch Fritz Pfeffer dazu.

Als Annes Freund Edmond „Hello“ Silberberg sie zuhause besuchen wollte, traf er sie nicht mehr an. Zur Tarnung hatten sie ihre bisherige Wohnung unordentlich zurückgelassen und einen Zettel hinterlegt, um eine plötzliche Flucht in die Schweiz vorzutäuschen. Da sie keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen durften und nicht mit Koffern Verdacht erregen wollten, gingen sie mit mehreren Schichten Kleidung am Körper durch die Stadt.

Das Achterhuis war ein dreistöckiger Raum an der Rückseite des Opekta-Gebäudes. Auf der ersten Etage gab es zwei kleinere Zimmer mit Bad und Toilette, darüber ein großes und ein kleines Zimmer; von letzterem führte eine Leiter auf den Dachboden. Die Tür zum Hinterhaus, das über einen Gang mit den Büro-Räumen verbunden war, wurde mit einem Bücherregal verdeckt. Das Hauptgebäude in der Nähe der Westerkerk war unauffällig, alt und typisch für dieses Viertel von Amsterdam. Otto Frank hatte seine Sekretärin Miep Gies (geb. Hermine Santrouschitz) zuvor um Hilfe gebeten. Obwohl sie wusste, dass ihr die Todesstrafe drohte, wenn die versteckten Juden entdeckt würden, sagte sie ohne Zögern zu und übernahm die schwierige Verantwortung. Zusammen mit ihrem Mann Jan Gies, Ottos Mitarbeitern Kugler und Kleimann sowie Bep Voskuijl half sie den Bewohnern des Hinterhauses.

Die Versteckten im Hinterhaus
Name Pseudonym geboren gestorben
Otto Frank 12. Mai 1889 in Frankfurt am Main 19. August 1980 in Basel
Edith Frank geb. Holländer 16. Januar 1900 in Aachen 6. Januar 1945 im KZ Auschwitz-Birkenau
Margot Betti Frank 16. Februar 1926 in Frankfurt a.M. (wahrscheinlich) März 1945 im KZ Bergen-Belsen
Anneliese Marie Frank 12. Juni 1929 in Frankfurt a.M. (wahrscheinlich) März 1945 im KZ Bergen-Belsen
Hermann van Pels Hans van Daan (bei Anne)
Hermann van Daan (im Buch)
31. März 1890 in Gehrde 6. September 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau
Auguste van Pels Petronella van Daan 29. September 1906 zwischen dem 9. April und 8. Mai 1945 im Ghetto Theresienstadt
Peter van Pels Alfred van Daan (bei Anne)
Peter van Daan (im Buch)
8. November 1926 in Osnabrück 5. Mai 1945 im KZ Mauthausen
Fritz Pfeffer Albert Dussel 30. April 1889 in Gießen 20. Dezember 1944 im KZ Neuengamme
Die Helfer der Versteckten
Name Pseudonym geboren gestorben
Miep Gies-Santrouschitz Anne van Santen (bei Anne) 15. Februar 1909 in Wien lebt in Amsterdam
Jan Gies Henk van Santen (bei Anne) 18. Oktober 1905 26. Januar 1993
Victor Kugler Harry Kraler (bei Anne) 17. Juli 1900 in Hohenelbe 16. Dezember 1981 in Toronto
Johannes Kleimann 1896 in Koog aan de Zaan (Niederlande) 30. Januar 1959 in Amsterdam
Elisabeth „Bep“ van Wijk-Voskuijl Elly Kuilmans (bei Anne) 5. Juli 1919 in Amsterdam 6. Mai 1983 in Amsterdam
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Das Gebäude in der Prinsengracht 263, in dessen Hinterhaus sich Anne Frank mit ihrer Familie versteckte

Am 12. Juni 1942, Anne Frank wurde dreizehn Jahre alt, bekam sie zum Geburtstag ein rot-weiß kariertes Tagebuch. Noch am selben Tag begann sie, in holländischer Sprache, ihr Tagebuch. Sie vertraute ihrer imaginären Freundin Kitty ihre Gedanken an und äußerte sich später auch zu abstrakteren Themen wie dem Glauben an Gott, Liebe und Sexualität.

Anne Frank las viele gute Bücher, schulte ihren Stil daran und entwickelte sich schnell vom kapriziösen „Backfisch“ zur eigenständigen jungen Schriftstellerin, ihre schriftstellerischen Fähigkeiten und ihr Selbstbewusstsein als Autorin wuchsen. Sie bezweifelte, dass Otto Edith wirklich liebte und vermutete, dass er sie eher aus Vernunft geheiratet habe. Anne selbst begann sich für den zunächst als zu schüchtern und langweilig beschriebenen Peter van Pels zu interessieren, aber nach einem kurzen stürmischen Intermezzo mit einigen Zärtlichkeiten war die Beziehung schnell wieder beendet. Aus dem Tagebuch geht auch hervor, dass Anne über die Deportationen und das auf Juden ausgesetzte Kopfgeld Bescheid wusste, von denen sie wenige Tage nach ihrem letzten Eintrag selbst betroffen war.

Miep Gies besorgte nicht nur Lebensmittel, sondern informierte die acht Untergetauchten auch über das aktuelle Kriegsgeschehen. Mittags trafen sich die Helfer mit den Versteckten zum gemeinsamen Mittagessen und abends, wenn die anderen Angestellten der Firma das Gebäude verlassen hatten, konnten Anne und die anderen ins Vorderhaus kommen. Dort hörten sie die Nachrichten des BBC-Hörfunks, die sie zunehmend verunsicherten. Am 17. Juli fuhr der erste Zug nach Auschwitz und den Juden wurde die Staatsbürgerschaft aberkannt.

Die anfängliche Hoffnung der Versteckten, nach ein paar Wochen oder Monaten wieder frei zu sein, erwies sich als vergeblich. Sie lebten etwas länger als zwei Jahre im Hinterhaus. Während dieser Zeit konnten sie nicht nach draußen und durften keine Aufmerksamkeit erregen (z. B. durch laute Geräusche), was ihr Leben stark einschränkte. Die angespannte Atmosphäre im Hinterhaus, wo die Versteckten in ständiger Angst und Ungewissheit lebten, führte immer wieder zu Unruhe und Spannungen zwischen ihnen. Je länger sie im Hinterhaus zusammenlebten, desto deutlicher kamen persönliche Konflikte zum Vorschein. So ärgerte sich Anne über Fritz Pfeffer, der mit ihr ein Zimmer teilte und damit ihre Privatsphäre störte. Sie benutzte für ihn deshalb das Pseudonym „Dussel“ (Dummkopf), ohne zu beachten, dass es auch für den Zahnarzt, dessen Partnerin Charlotte Kaletta als Christin nichts zu fürchten hatte, nicht einfach war. Anne geriet häufig in Konflikte mit ihrer Mutter, weil sich Edith zunehmend verzweifelt und hoffnungslos zeigte, was nicht zum Charakter von Anne passte. Otto musste als geliebter Vater vermitteln. Für Anne war es besonders schwierig, weil sie ausgerechnet zu Beginn ihrer Jugend, die bei anderen von einer launischen und rebellischen Stimmung geprägt ist, mit ihren Eltern eingesperrt war und sich diszipliniert und angepasst verhalten musste.

Verrat

Es gilt als gesichert, dass das Versteck verraten wurde, nur der Täter ist noch nicht sicher identifiziert. Lange Zeit galt der Lagervorarbeiter Willem Gerard van Maaren (1895–1971), der 1943 der Nachfolger von Bep Voskuijl erkranktem Vater geworden war, als Hauptverdächtiger. Er hatte eine Geldbörse gefunden, die Hermann van Pels zuvor im Lager verloren hatte, und daraufhin Verdacht geschöpft. Jedoch konnten trotz zweier Untersuchungen keine ausreichenden Beweise beigebracht werden, so dass es nie zu einer Anklage kam. Van Maaren war kein Antisemit. Er selbst hatte seinen Sohn während des Krieges versteckt, weil dieser sich nicht zum Arbeitsdienst melden wollte. In der Firma galt er aber als gefährlich, weil er misstrauisch war, herumschnüffelte und gegenüber Miep Gies mit angeblichen Verbindungen zur Gestapo prahlte. Vor allem Kugler, Kleiman und Voskuijl verdächtigten ihn. Später stellte sich heraus, dass er stahl und wahrscheinlich durch sein Verhalten nur seine eigenen Taten zu vertuschen versuchte. Bei einer Untersuchung leugnete er 1948 den Verrat. Daraufhin sprach die ermittelnde Politieke Recherche Afdeling ihn auf Bewährung frei. 1949 legte er Berufung ein und wurde vom Bezirksgericht bedingungslos freigesprochen. Zwischen November 1963 und November 1964 stand er jedoch erneut als Verdächtiger vor Gericht, als das Criminal Investigation Department den SD-Oberscharführer Karl Josef Silberbauer, der die Versteckten festgenommen hatte, aufspürte und den Fall neu aufrollte. Silberbauer konnte jedoch weder van Maaren identifizieren noch irgendwelche neuen Informationen liefern, da sein Vorgesetzter (der sich nach der deutschen Niederlage das Leben genommen hatte) ihm den Namen des Informanten nicht mitgeteilt hatte. Van Maaren war der am häufigsten untersuchte Verdächtige in diesem Fall und beharrte bis zu seinem Tod 1971 auf seiner Unschuld.

Die zweite verdächtigte Person war Lena van Bladeren-Hartog († 1963), die als Putzfrau in der Firma arbeitete. Ihr Mann Lammert, der als Gehilfe unter van Maaren angestellt war, hatte von dessen Beobachtungen erfahren und seiner Frau davon erzählt. Lena erzählte es Anna Genot, die ihrerseits Kleiman informierte. Anna und ihr Mann Petrus gaben außerdem an, dass sie schon 1942 angesichts der großen Mengen Milch und Brot, die in der Firma angeliefert wurden, Verdacht geschöpft hätten. Zu dem Verdacht gegen Lena passte die Aussage, dass die Meldung über die versteckten Juden von einer weiblichen Stimme gekommen sei. Aber auch ihr konnte keine Schuld nachgewiesen werden. Melissa Müller nannte sie zwar 1998 als Informantin, nahm die Behauptung aber 2003 zurück, als die britische Historikerin Carol Ann Lee ihr widersprach und eine Untersuchung des Niederländischen Instituts für Kriegsdokumentation (Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie, NIOD) zu keinem eindeutigen Ergebnis kam.

Lee präsentiert in ihrem Buch The hidden life of Otto Frank 2002 einen neuen Namen, den niederländischen Juden-Kopfgeldjäger Anton Ahlers (1917–2000). Diese Kopfgeldjäger waren zur Zeit der Besatzung zahlreich und verdienten mit den Verhaftungsprämien ihren Lebensunterhalt. Lees Recherchen ergaben, dass der potenzielle Verräter, der als Informant für Kurt Döring im Amsterdamer Hauptquartier der Gestapo arbeitete, den Vater Otto Frank erpresst haben soll. Allerdings ist die Theorie umstritten. Das NIOD glaubt nicht daran, da die Vermutungen nur auf Aussagen von Ahlers selbst und seiner Familie beruhen (seine Frau Martha wies die Vorwürfe zurück, sein Bruder Cas bestätigte sie). Da Ahlers nur mit dem Verrat des Verstecks geprahlt hatte, gibt es keinen gesicherten Beweis. Ahlers hätte allerdings die stärksten Motive für einen Verrat gehabt.

Verhaftung

Wer den entscheidenden Hinweis gab, ist noch nicht geklärt, aber sicher ist, dass die Nationalsozialisten am Morgen des 4. August 1944 gegen 10 Uhr in der Prinsengracht erschienen, nachdem ein Anruf bei der Gestapo eingegangen war. Die Helfer konnten die Juden nun nicht mehr schützen und mussten dem aus Österreich stammenden Karl Josef Silberbauer das Versteck zeigen. Kugler und Kleimann wurden in das SD-Gefängnis in der Euterpestraat gebracht. Sie kamen am 11. September 1944 ins Polizeiliche Durchgangslager Amersfoort. Kleimann wurde am 18. September 1944 aus gesundheitlichen Gründen entlassen, Kugler gelang am 28. März 1945 die Flucht. Bep Voskuijl konnte das Chaos bei der Festnahme nutzen, um mit einigen Dokumenten, die auf Verbindungen zum Schwarzmarkt hinwiesen, zu fliehen. Miep Gies sammelte die Blätter mit Annes Aufzeichnungen, die Silberbauer bei seiner Suche nach einem Behälter für das Geld und den Schmuck der Gefangenen auf dem Boden verstreut hatte, und verwahrte sie in einer Schublade, um sie nach dem Krieg an Anne oder ihren Vater zurückzugeben.

Die Versteckten wurden zunächst bei der Gestapo verhört und über Nacht festgehalten. Am 5. August brachte man sie in das überfüllte Gefängnis Huis van Bewaring in der Weteringschans. Zwei Tage später kamen die Juden ins Durchgangslager KZ Westerbork. Da sie als Verbrecher galten, mussten sie in den Strafbaracken harte Arbeit verrichten. Die Frauen arbeiteten – von den Männern getrennt – in einer Batterien-Abteilung. Sie lebten in der Hoffnung, sich durch die Arbeit unentbehrlich zu machen und so einem noch schlimmeren Schicksal zu entgehen. Jedoch hörten sie nicht nur Gerüchte über die Fortschritte der Alliierten, sondern auch Nachrichten über Transporte in die Konzentrationslager im Osten. Anne wirkte nach Angaben der anderen Gefangenen in Westerbork wie gelöst. Nach der langen Zeit im Versteck holte sie sich ihre Zuversicht durch den Glauben an Gott. Damit konnte sie jedoch nicht verhindern, dass sie mit ihrer Familie und der Familie van Pels beim Appell am 2. September zum Transport ausgewählt wurde. Adolf Eichmann, der Leiter des Reichssicherheitshauptamtes, gab bei der Vernichtung der Juden strenge Quoten vor.

Tod im KZ

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Gedenkblatt von Anne Frank

Am 3. September 1944 fuhr der letzte Zug nach Auschwitz, wo er drei Tage später ankam. An der Rampe sahen sich die Männer und Frauen zum letzten Mal. Es ist nicht eindeutig geklärt, ob alle Bewohner des Hinterhauses die „Selektion“ überstanden. Nach Aussagen und Nachforschungen des Roten Kreuzes wurde Hermann van Pels direkt nach der Ankunft vergast; allerdings behauptete Otto Frank, er sei erst einige Wochen später, also kurz bevor die Vergasungen eingestellt wurden, ermordet worden. Auguste van Pels wurde über das KZ Bergen-Belsen und KZ Buchenwald am 9. April 1945 ins Ghetto Theresienstadt gebracht. Sie starb während des Transports nach Theresienstadt. Peter van Pels wurde am 16. Januar 1945 auf einen Todesmarsch von Auschwitz zum KZ Mauthausen geschickt, wo er kurz vor der Befreiung starb. Edith Frank starb am 6. Januar 1945 in Auschwitz an Hunger und Erschöpfung. Zuvor hatte sich Rosa de Winter um Annes Mutter gekümmert und sie in eine Krankenbaracke gebracht.

Anne war drei Monate vor der Ankunft in Auschwitz 15 Jahre alt geworden und entging damit dem direkten Tod. 549 der 1.019 Passagiere – darunter alle Kinder unter 15 Jahren – kamen direkt in die Gaskammern. Stattdessen musste sie die demütigende Prozedur mit Ausziehen, Desinfektion, Rasur und dem Einbrennen einer Nummer auf ihrem Arm über sich ergehen lassen. Tagsüber musste sie harte Arbeit verrichten und nachts in überfüllten Baracken frieren. Die anderen Häftlinge beschreiben sie als stark oder introvertiert. Ihre Sehnsucht und ihr Lebenswille erwiesen sich als treibende Kraft. Dennoch konnte sie den Krankheiten, die wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen im Lager grassierten, nicht entfliehen und infizierte sich mit Scabies. Wegen ihrer schlechten Gesundheit wurde sie zusammen mit Margot in den Krätzeblock verlegt.

Da die Alliierten immer näher rückten, entschlossen sich die Nationalsozialisten, Auschwitz allmählich zu räumen. Mehr als 8.000 Frauen, darunter 1.308 Jüdinnen, wurden ausgewählt und am 28. Oktober ins KZ Bergen-Belsen deportiert. Dort brachte man Anne und Margot sowie die anderen Gefangenen in Zeltlagern unter. Die beiden Mädchen verlegte man im Januar 1945 in ein Schonungslager. Dort traf sie ihre Freundinnen Hannah Goslar und Nanette Blitz wieder, die seit Februar 1944 als „Austauschjüdinnen“ in einem anderen Lagerteil gefangen waren. Bei ihren Gesprächen am Zaun erzählte Anne, die wegen Läusebefalls nur mit einem Tuch bekleidet war, dass sie und ihre Schwester alleine seien, weil sie ihre Eltern für tot hielt. Hannah und Nanette beschrieben Anne als kahl, ausgemergelt und zitternd, aber Anne zeigte sich trotz ihrer eigenen Krankheit mehr um Margot besorgt.

Im März 1945 breitete sich eine Typhus-Epidemie im Lager aus, die (geschätzt) 17.000 Gefangene tötete und der auch Anne und Margot zum Opfer fielen. Laut Zeugenaussagen fiel Margot geschwächt von ihrer Pritsche und starb. Einige Tage später war auch Anne tot. Die genauen Daten wurden kurz vor dem Kriegsende nicht mehr notiert. Wenige Wochen später, am 15. April 1945, befreiten britische Truppen das Lager.

Otto Frank überlebte als Einziger der im Hinterhaus untergetauchten Juden. Nach der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 wohnte er bis 1953 weiter in Amsterdam. Dann übersiedelte er in die Schweiz nach Basel, wo seine Schwester lebte. Dort heiratete er die gebürtige Wienerin Elfriede Markovits, die ihren ersten Mann, Erich Geiringer, und ihren Sohn ebenfalls im Konzentrationslager Auschwitz verloren hatte. Bis zu seinem Tod am 19. August 1980 lebte Otto Frank in Birsfelden bei Basel und widmete sich dem Tagebuch seiner Tochter Anne und der Verbreitung der darin enthaltenen Botschaft.

Heutige Spuren

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Gedenkstein für Anne und Margot Frank in der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen

Anne Franks Grab befindet sich auf dem Gelände der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Angehörige haben dort nach der Befreiung des KZ einen Gedenkstein für Anne und ihre Schwester Margot errichtet. Der Stein markiert keinen exakten Beisetzungsort, da beide in einem der umliegenden anonymen Massengräber ruhen.

Anne-Frank-Haus

Am 3. Mai 1957 gründete eine Gruppe um Otto Frank die Anne Frank Foundation, um das Haus in der Prinsengracht 263 vor dem Verfall zu retten und es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Als primäres Ziel der Stiftung nannte Otto Frank den Kontakt und die Kommunikation zwischen jungen Menschen mit verschiedenen Kulturen, Religionen oder ethnischen Hintergründen, um Intoleranz oder rassistischer Diskriminierung entgegenzuwirken. Das Museum und Dokumentationszentrum im Anne-Frank-Haus wurden am 3. Mai 1960 eröffnet.

Anne-Frank-Fonds

1963 gründete Otto Frank mit seiner zweiten Ehefrau in Basel den Anne Frank Fonds als Wohltätigkeitsstiftung. Er vermachte das Copyright am Tagebuch dem Fond mit der Auflage, dass die ersten 80.000 Schweizer Franken der jährlichen Einnahmen seinen Erben zukommen und das restliche Geld für Projekte eingesetzt werden, die die Verwaltung als würdig ansieht. Der Fonds finanziert die medizinische Behandlung der Gerechten unter den Völkern und kümmert sich um die Erziehung der Jugend gegen Rassismus. Er hat dem United States Holocaust Memorial Museum in Washington (D.C.) für eine Ausstellung 2003 einige Blätter von Annes Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt. Der jährliche Report zeigt die Bemühungen auf globaler Ebene bei Projekten in Deutschland, Israel, Indien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den USA. <ref>Jahresbericht des Anne Frank Fonds</ref>

Anne in Film und Literatur

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Innenhof des Anne-Frank-Zentrums in Berlin-Mitte

Das Leben und die Schriften von Anne Frank wurden in zahlreichen Büchern, Filmen und anderen Werken dokumentiert und gewürdigt.

1959 wurde auf der Basis des Tagebuchs der Kinofilm Das Tagebuch der Anne Frank gedreht, der drei Oscars erhielt und für weitere fünf nominiert war.

Regie: George Stevens
Darsteller: Millie Perkins (Anne), Joseph Schildkraut (Otto Frank), Shelley Winters (Auguste van Pels)

1987 erschien der britische TV-Film Das Tagebuch der Anne Frank.

Regie: Gareth Davies
Darsteller: Katharine Schlesinger (Anne), Emrys James (Otto Frank), Elizabeth Bell (Edith Frank)

2001 entstand der Film Anne Frank – Die wahre Geschichte, der auf dem Buch von Melissa Müller (siehe Literatur) beruht.

Regie: Robert Dornhelm
Darsteller: Hannah Taylor-Gordon (Anne), Ben Kingsley (Otto Frank), Joachim Król (Hermann van Pels)

1995 entstand unter Regie von Jon Blair die Dokumentation Anne Frank – Zeitzeugen erinnern sich, in der neben Miep Gies auch Freundinnen und Überlebende der KZ Auschwitz und Bergen-Belsen zu Wort kommen. Der Film gewann bei der Oscarverleihung 1996 den Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.

Daneben existiert noch der japanischer Zeichentrickfilm von 1995 mit dem Originaltitel Anne no Nikki von 1995, produziert von KSS, Studio Madhouse.

Der US-amerikanische Schriftsteller Philip Roth schildert in seinem fiktiven Roman The Ghost Writer von 1979, wie Anne Frank als Überlebende des Zweiten Weltkriegs anonym als Schriftstellerin in den USA lebt.

Der Science-Fiction-Autor präsentiert Anne Frank in seinem zunächst online veröffentlichten Roman 253 als ältere Passagierin in einem Wagen der London Underground.<ref>Eintrag zu Anne Frank im Roman 253 (englisch)</ref>

Der britische Komponist Robert Steadman schuf ein 20-minütiges Werk für Chor und Saiteninstrumente mit dem Titel Tehillim for Anne. Es enthält die hebräischen Texte von drei Psalmen, die vom Chor wie ein bellender Mob geschrien werden. Das Werk zu Ehren von Anne Franks 75. Geburtstag feierte im November 2004 in Southwell Minster in Nottinghamshire unter der Leitung von Nicholas Thorpe seine Premiere.

Bernard Kops schildert in seinem Drama Dreams of Anne Frank von 1993 ihr Leben im Hinterhaus mit Elementen aus Fantasy und Musik.

Der Maler Marc Chagall illustrierte eine limitierte Ausgabe des Tagebuchs.

Würdigungen

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Gedenksteine für 11.134 ermordete Frankfurter Juden in der Mauer des alten jüdischen Friedhofs in Frankfurt

Im Juni 1999 veröffentlichte das Magazin TIME eine Sonderausgabe mit dem Titel TIME 100: Heroes & Icons of the 20th Century. In der Liste der hundert einflussreichsten Politiker, Künstler, Erfinder, Wissenschaftler und Ikonen erscheint auch der Name Anne Frank. Roger Rosenblatt, der Autor von Children of War, schrieb in seinem Eintrag zu Anne Frank:

„Die Leidenschaften, die das Buch entzündet, suggerieren, dass Anne Frank allen gehört, dass sie über den Holocaust, das Judentum, die Mädchenzeit und sogar die Tugend hinausgewachsen und zu einer Totemfigur der modernen Welt geworden ist – der moralische, individuelle Geist, der von der Maschinerie der Zerstörung besetzt ist und auf das Recht pocht, für die Zukunft der Menschen zu leben, zu fragen und zu hoffen.“<ref>TIME 100 – Artikel zu Anne Frank (englisch)</ref>

Das gleiche Magazin veröffentlichte auch ein Foto von Anne Frank in der Reihe 100 Photos that Changed the World (100 Fotos, die die Welt veränderten).<ref>Life.com 100 Photos that Changed the World (englisch)</ref>

Miep Gies wehrt sich in einem Nachwort zu Melissa Müllers Biographie von Anne Frank jedoch gegen die Ansicht, dass Anne die sechs Millionen Opfer des Holocaust symbolisiere (S. 396f.). Das Leben und der Tod des Mädchens seien ihr individuelles Schicksal. Dieses Schicksal könne jedoch helfen, das weltweite Leid durch den Holocaust zu fassen.

Melissa Müller selbst schreibt am Ende ihres Buches:

„Die mordenden Nazis und ihre schweigenden Helfer konnten Anne ihr Leben nehmen – ihre Stimme jedoch nicht. [...] An Annes Glauben an sich selbst scheiterte der Naziterror. Er sollte sie töten, machte sie aber nicht mundtot.“ (S. 355)

Sonstiges

Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine Rosskastanie, die im Hof hinter dem Hinterhaus stand, in dem sich Anne Frank mit ihrer Familie versteckte. Der zwischen 150 und 170 Jahre alte Baum spielte für Anne eine wichtige Rolle, da sie sonst keinen Zugang zur Natur hatte. Im Tagebuch-Eintrag vom 23. Februar 1944 beschreibt sie ihre Gefühle beim Anblick des Baumes. Seit 1993 gab es Unruhen um die vermutlich älteste Kastanie in Amsterdam. Ein Pilz-Befall schädigte den Baum so sehr, dass selbst 160.000 € teure Schutzmaßnahmen ihn nicht mehr retten konnten und der Stadtrat am 14. November 2006 die Erlaubnis zum Fällen gab.<ref>Anne Frank's Chestnut Tree to Be Cut Down. Spiegel International, 16. November 2006 (englisch)</ref>

Datei:Anne-Frank-Realschule Ludwigshafen.jpg
Anne-Frank Realschule in Ludwigshafen

Ein Asteroid bekam den Namen (5535) Annefrank. Er wurde 1942 entdeckt, in dem Jahr, als Anne ihr Tagebuch begann und ihr Versteck bezog.

Anne Frank ist auf der Frankfurter Treppe verewigt, dem Wandmosaik von Stephan Huber im Hauptfoyer des Maintower.

Viele Schulen in Deutschland und anderen Ländern sind nach Anne Frank benannt.

Im Zuge des „Karikaturenstreits“ veröffentlichte die Arab European League am 6. Februar 2006 eine Reihe antisemitischer Karikaturen. Darunter befand sich eine, die Anne Frank im Bett mit Adolf Hitler zeigt.

Literatur

  • Anne Frank et al. Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus. Frankfurt/M. Fischer 2002. ISBN 3-596-15777-3
  • Miep Gies. Meine Zeit mit Anne Frank. Basel: Scherz 1987. ISBN 3-502-18266-3
  • Willy Lindwer. Anne Frank, Die letzten sieben Monate. Frankfurt/M.: Fischer 2000. ISBN 3-596-11616-3
  • Jacqueline van Maarsen. Ich heiße Anne, sagte sie, Anne Frank. Frankfurt/M.: Fischer 2004. ISBN 3-10-048822-9
  • Alison L. Gold. Erinnerungen an Anne Frank. Ravensburger Buchverlag 2000. ISBN 3-473-58142-9
  • Melissa Müller. Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie. Claassen 1998. ISBN 3-546-00151-6
  • David Barnouw. Anne Frank. Econ. ISBN 3-612-26620-9
  • Carol Ann Lee. Anne Frank. Die Biographie. München: Piper 2000. ISBN 3-492-04152-3
  • Carol Ann Lee. The hidden life of Otto Frank William Morrow 2003 ISBN 0-06-052083-3
  • In Anne Franks Haus. Eine bebilderte Reise durch Annes Welt Anne Frank Stichting (Hg), Amsterdam. Fischer, Frankfurt 2004 ISBN 3-10-076715-2
  • Jürgen Steen & Wolf von Wolzogen: Anne aus Frankfurt. Leben und Lebenswelt Anne Franks. Frankfurt/M.: Historisches Museum 1990
  • Marion Siems: Anne Frank Tagebuch. Erläuterungen und Dokumente Stuttgart: Reclam 2003. ISBN 3-15-016039-1
  • Matthias Heyl: Anne Frank Reinbek: Rowohlt TB 2002. (rm 50524. ISBN 3-499-50524-X
  • Anne Frank Haus: Ein Museum mit einer Geschichte Amsterdam: Anne Frank Stichting 2002 ISBN 90-72972-56-2
  • Anne Frank Stiftung, Amsterdam. Ruud van der Rol & Rian Verhoeven: Anne Frank Hamburg: Oetinger 1993. ISBN 3-7891-7600-1
  • Ernst Schnabel: Anne Frank. Spur eines Kindes. Frankfurt/M.: Fischer 1958. ISBN 3-596-25089-7
  • Menno Metselaar, Ruud van der Rol: Die Geschichte der Anne Frank Anne Frank Stichting, Amsterdam 2004 ISBN 90-72972-84-8
  • Barbara Honigmann: Das Gesicht wiederfinden. Über Schreiben, Schriftsteller und Judentum. Essays Hanser, München 2006 ISBN 3-446-20681-7 ISBN 978-3-446-20681-6 (Reihe: Edition Akzente) (über Anne Frank, Rahel Varnhagen, Glückel von Hameln im Vergleich, u. a.; über die Änderungen am Tagebuch durch den Hg. Otto Frank)

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Quellen

<references />

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