Ägypten

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25px Dieser Artikel beschreibt den Staat Ägypten. Für den gleichnamigen Ortsteil von Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück), siehe dort.

Vorlage:Infobox Staat Die Arabische Republik Ägypten (Vorlage:ArS Misr) liegt im nordöstlichen Afrika. Die zu Ägypten gehörende Sinai-Halbinsel wird im allgemeinen zu Asien gezählt. Das Land grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Osten an das Rote Meer, den Gaza-Streifen und Israel, im Westen an Libyen und im Süden an Sudan. Dort ist die Grenze im sogenannten Hala'ib-Dreieck umstritten. Ägypten wird zu den Maschrek-Staaten gerechnet und ist knapp dreimal so groß wie Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Zum Landesnamen

  • Der altägyptische Landesname Km.t bedeutet „Schwarzes Land“ und bezieht sich auf die fruchtbaren Böden des Niltals im Gegensatz zum „Roten Land“ der angrenzenden Wüsten, dem DSr.t. Im Koptischen wurde daraus Kīmi oder Kīmə, im Altgriechischen schließlich Kymeía.
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}}r, heute der offizielle Staatsname, ist semitischen Ursprungs. Er ist mit dem hebräischen מִצְרַיִם (Mitzráyim) verwandt und bedeutet schlicht „Land“ oder „Staat“.

  • Die europäischen Begriffe Egypt, Ägypten, Égypte, Egitto etc. stammen von dem lateinischen Aegyptus und damit letztlich vom altgriechischen Αίγυπτος (Aigyptos) ab. Nach Strabo bedeutete dies „Unterhalb der Ägäis“ (Aἰγαίου ὑπτίως Aegaeou uptiōs). Die Kopten beanspruchen für sich, die direkten Nachfahren der altägyptischen Bevölkerung der Pharaonenzeit zu sein. Aus ihrem Namen entstand das griechische aigyptos, das im Deutschen zu Ägypten wurde. Nach anderer Theorie stellt Aigyptos eine Kontamination des altägyptischen Ausdrucks {{#switch:0
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}} dar, was „Sitz der Seele des (Gottes) Ptah“ bedeutet und womit auf einen Ptah-Tempel in Memphis angespielt wird.

Geographie

Die Lebensader Ägyptens ist der Nil, dessen Quellfluss Kagera im Gebirgsland von Burundi entspringt und auf etwa 1.550 km Länge Ägypten von Süden nach Norden durchfließt, bevor er durch das 24.000 km² große Nildelta in das Mittelmeer mündet. Abgesehen von einigen Oasen und kleinen Häfen an den Küsten bieten allein sein Wasser und seine fruchtbaren Uferregionen die Grundlage für Anbau und Besiedlung. Diese Fläche macht etwa fünf Prozent des Territoriums aus. Das Staatsgebiet lässt sich in sieben naturräumliche Einheiten untergliedern:

Im äußersten Süden liegt der zu Nubien und Oberägypten zählende Abschnitt des Niltals zwischen Abu Simbel und Assuan, der heute vom Nassersee eingenommen wird. Im weiteren Verlauf hat sich der Nil kastenförmig in die Kalksteintafel der Wüste eingeschnitten. Vom Austritt des Flusses aus dem Nassersee bis nach Kairo bildet das Niltal eine bis zu 25 km breite, fruchtbare Fluss-Oase.

In Unterägypten, nördlich von Kairo, gabelt sich der Nil in zwei Hauptmündungsarme zwischen Rosette und Damiette und bildet eine rund 23.000 km² umfassende, intensiv bewirtschaftete Deltalandschaft aus abgelagertem Nilschlamm, durchzogen von zahllosen kleineren Mündungsarmen, Kanälen und Bewässerungsanlagen.

Die westlich des Nils gelegene Libysche Wüste nimmt als weites, flaches Schichttafelland rund zwei Drittel der ägyptischen Staatsfläche ein. In ihrem Norden liegt das relativ niedrige Libysche Plateau, das in Ägypten bis zu 241 m Höhe erreicht. Südöstlich davon senkt sich das Gelände in der von Salzsümpfen erfüllten Kattarasenke auf bis zu 133 m unter dem Niveau des Meeresspiegels ab, im Südwesten steigt die Wüste bis auf 1.098 m an. Im übrigen unterbrechen nur einzelne Becken und Niederungen mit den Oasen von Siwa, Bahariyya, Farafra, Dachla und Charga die von Norden nach Süden rund 1.000 km lange eintönige Sand- und Dünenlandschaft. Rund 100 km südwestlich von Kairo befindet sich das 1.827 km² große Fayyum-Becken, eine beckenartige Oasenlandschaft, in deren Nordteil sich der 230 km² große Qarun-See befindet.

Im Gegensatz dazu wird die östlich des Nils gelegene Arabische Wüste von einem durch Wadis stark zerfurchten Gebirgszug beherrscht, der im Mittelabschnitt mehr als 2.000 m Höhe erreicht. Die Arabische Wüste ist der westliche Abschnitt einer Aufwölbungszone, deren zentraler Teil im Tertiär eingebrochen ist und heute den über 1.000 m tiefen Graben des Roten Meeres bildet. Dieser wiederum ist ein Teilstück des Syrisch-Afrikanischen Grabenbruchsystems.

Auf der Sinai-Halbinsel findet die Aufwölbungszone ihre Fortsetzung. Hier erhebt sich mit dem Jabal Katrina (Katharinenberg) (2.637 m) der höchste Berg Ägyptens. Der Golf von Sues und der Golf von Aqaba umklammern die Halbinsel von Süden her. Durch den 161 km langen Sueskanal besteht eine Verbindung zwischen Rotem Meer und Mittelmeer.

Vom Nildelta abgesehen, säumen meist flache Dünen die ägyptische Mittelmeerküste. Dagegen sind die Küstenbereiche am Roten Meer schroffer - die Gebirgszüge reichen häufig bis nahe an das Meer heran. Aufgrund der hohen Wassertemperatur sind hier vielfach Korallenriffe vorgelagert.

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Nil bei El-Minija

Klima

Ägypten liegt innerhalb des nordafrikanischen Trockengürtels mit sehr wenig Niederschlägen, sowie beträchtlichen saisonalen und täglichen Temperaturschwankungen. Nur der nördliche Küstenstreifen und das Nildelta sind mit Winterniederschlägen zwischen 100 und 200 mm mediterran beeinflusst; südlich von Kairo dagegen regnet es äußerst selten. Die mittleren täglichen Temperaturmaxima liegen im Januar zwischen 20° C (Port Said, Kairo) und 24° C (Assuan), wobei es nachts sehr stark abkühlen kann. Im Juli erreichen die Tagestemperaturen 31° C (Port Said), 35° C (Kairo) und 41° C (Assuan), doch ist die große Hitze wegen der geringen relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 30 % (im Sommer) gut zu ertragen. Von März bis Juni weht der heiße Chamsin, ein aus Süden kommender Sand- und Staubwind. An der Küste des Roten Meeres ist das Klima etwas gemäßigter mit weniger heißen Sommern (um 35° C) und milden Wintern (auch nachts nur selten unter 10° C).

Dank der Größe des Landes lassen sich fünf detailliertere Klimagebiete beschreiben:

Die etwa 700 km lange Mittelmeerküste und das Nildelta zeichnen sich durch milde Winter und sehr warme Sommer aus. Im Winter bewegen sich die durchschnittlichen Tagestemperaturen bei 17-20° C, während sie in der Nacht auf etwa 8-11° C fallen. Dazu gibt es für ägyptische Verhältnisse mit bis zu 200 mm bedeutenden Niederschlag – das entspricht rund 30 jährlichen Regentagen in der Region um Alexandria, fast alle davon im Winter. Das Frühjahr ist warm und trocken, ebenso der Herbst, wobei die höchsten Temperaturen im Frühjahr und nicht im Hochsommer gemessen wurden (42-45° C). Im Sommer wird es sehr warm mit Tageswerten von 28-32° C beziehungsweise 19-24° C in der Nacht. Es gibt demnach geringe Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und es fällt kein Niederschlag mehr. Die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr über relativ hoch (60-75 %), was die Luft oft heißer empfinden lässt als sie ist. Das Meer lädt im Sommer mit Werten von bis zu 28° C zum Baden ein, im Winter kühlt es auf 16-18° C ab.

Das untere Niltal, das sich grob als von Kairo bis Asyut reichend einteilen lässt, ist ebenfalls von milden Wintern geprägt, die Sommer sind allerdings heißer als im Nildelta und an der Mittelmeerküste, und es gibt ganzjährig kaum Niederschlag (5-30 mm). Die Luftfeuchtigkeit ist mit 40-60 % ebenfalls merklich geringer. An Wintertagen klettert die Quecksilbersäule meist auf 18-22° C, um in den Nächten auf kältere Werte als an der Küste zu fallen (4-9° C). Mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht ist sogar Morgenfrost möglich. Frühjahr und Herbst sind kürzer und wärmer als an der Küste, die Sommer länger und heißer mit Temperaturen von 34-37° C am Tag und 20-22° C in der Nacht. Die Spitzenwerte belaufen sich auf bis zu 48° C.

Das obere Niltal teilt sich die klimatischen Eigenschaften mit den östlich und vor allem westlich davon gelegenen Wüstengebieten und Oasen. Die Winter sind ebenfalls mild (19-22° C) mit kühlen Nächten (5-10° C). Frühjahr und Herbst sind sehr kurz und warm, die Sommer lang (Ende April bis Ende Oktober), heiß und staubtrocken. Die durchschnittlichen Tageswerte erreichen 38-42° C, die Nachtwerte 22-26° C. Die Luftfeuchtigkeit ist ganzjährig eher gering (15-50 %), begleitet von beinahe völliger Niederschlagslosigkeit. In Städten wie Assuan, Luxor oder Dakhla misst man in der Regel 0-2 Regentage im Jahr. Hitzewellen können Temperaturen von über 50° C bewirken.

Die Küstengebiete am Roten Meer kennen milde bis warme Winter mit sehr moderaten Temperaturen: kaum unter 20° C am Tag und 10-13° C in der Nacht. Frühjahr und Herbst sind ziemlich warm, die Sommer sehr warm bis heiß und extrem trocken. Tagsüber sind 34-38° C zu erwarten, mit gelegentlichen Hitzeperioden von über 40° C, nachts sinken die Werte meist nicht unter 25° C. Die Luftfeuchtigkeit beträgt ganzjährig 30-55 %, Niederschlag gibt es praktisch nicht (0-3 Tage). Das Meer lädt mit rund 20-29° C ganzjährig zum Baden ein.

Das Sinai-Gebirge stellt klimatisch gesehen in einer Hinsicht eine Besonderheit in Ägypten dar: Durch seine höheren Lagen fallen hier die Winter sehr kühl aus (12-15° C am Tag, 0-5° C in der Nacht). Frühjahr und Herbst sind dementsprechend etwas länger, die Sommer trotzdem sehr warm mit tagsüber meist 32° C. In den Nächten fallen die Werte aber auf kühlere 15-18° C. Im übrigen (Niederschlag, Luftfeuchtigkeit) bietet sich hier dasselbe Bild wie anderenorts auch: 1-3 Regentage im Jahr und 20-40 % Luftfeuchtigkeit.

Flora und Fauna

Die natürliche Vegetation ist wegen der unzureichenden Niederschläge wie auch der intensiven agrarischen Nutzung des Niltals stark eingeschränkt. Die Wüste ist fast völlig vegetationslos, vereinzelt wachsen Tamarisken, Akazien und Dornsträucher, in der Wüstensteppe auch Hartgräser; entlang dem Nilufer gruppieren sich Nilakazien, Dattelpalmen, Maulbeerfeigen und Johannisbrotbäume sowie eingeführte Kasuarinen. Typisch für das Nildelta sind Lotusbäume, Bambusrohr und Schilfgewächse; die im Altertum hier kultivierten Papyrusstauden gibt es kaum noch.

Die Fauna Ägyptens ist reich an Wasservögeln im Deltabereich und am Nil (v. a. Reiher, Kraniche und Nilgänse); während der Wintermonate gesellen sich viele europäische Zugvögel hinzu. An Raub- und Aasvögeln sind Milane, Lämmergeier und Habichte heimisch. Zu den größeren Säugetierarten des Landes gehören - neben den domestizierten Kamelen, Eseln, Schafen und Ziegen - Schakale, Hyänen, Feneks, Wildkatzen und - in den Gebirgsregionen - Steinböcke. Die Wüste wird von Hasen, Springmäusen, mehreren Eidechsenarten, Skorpionen belebt. In den ländlichen Gebieten am Nil kommt die Ägyptische Kobra vor; am Nassersee leben noch einige Krokodile. Im Nil und in den Seen an der Deltaküste gibt es mehr als 190 verschiedene Fischarten.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Ägyptens siedelt primär im Niltal, im Nildelta, am Sueskanal und an touristisch bedeutsamen Orten am Meer. In den westlichen Oasen Fayyum, Dachla, Farafra, Siwa und Charga leben nur wenige Menschen. 42 % aller Ägypter lebten 2004 in Städten, 33,9 % waren unter 15 Jahre alt.

Die größten Städte sind (Mio. Einwohner, Stand 1. Januar 2005): Kairo (7,7), Alexandria (3,8) und Giseh (2,4), Sues (0,5), Luxor (0,4) und Assuan (0,2).

Siehe auch: Liste der Städte in Ägypten

Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerung Ägyptens wächst sehr schnell (1,9 % pro Jahr) und stellt das ohnehin schon in seinen fruchtbaren Teilen sehr dicht besiedelte Land vor große Probleme. Um 1800 hatte das Land nur etwa 2,5 Millionen Einwohner. Im Jahre 1900 erreichte die Bevölkerung etwa 12,5 Millionen Einwohner, 2000 schon fast 68 Millionen. In der Vergangenheit, etwa zu Zeiten der Pharaonen, hatte das Land zwischen 4 bis maximal 12 Millionen Einwohner - eine Bevölkerungszahl, die wohl auch in der Spätantike erreicht wurde.

Ethnien

Fast die gesamte Bevölkerung besteht aus Ägyptern (97 %). Darüber hinaus sind im Süden Ägyptens Nubier ansässig. In der Libyschen Wüste lebten einst Berberstämme, von denen heute jedoch nur noch wenige in der Oase Siwa wohnen. In den Wüsten östlich des Nil leben arabisch- und Bedscha-sprachige Nomaden.

Sprachen

Die Amtssprache ist Arabisch. Es wird mehrheitlich Ägyptisch-Arabisch, ein neuarabischer Dialekt, gesprochen. Schriftsprache ist seit der arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert das Hocharabische, nur in der koptischen Kirche wird als Liturgiesprache noch das Koptische verwendet, das in eigener Schrift, die von der griechischen abgeleitet ist, geschrieben wird.

In der Oase Siwa spricht man noch eine Berbersprache, das so genannte Siwi. Im Süden und in der Oase Charga sprechen viele Menschen Nubisch. Im Südosten gibt es auch Bedscha-Sprecher. Als Fremdsprache ist Englisch und in der Oberschicht auch noch Französisch verbreitet. Außerdem gibt es rund 230.000 Domari-Sprecher - eine indoiranische Sprache.

Religionen

Ägypten ist der Verfassung nach ein islamischer Staat und der Islam ist Staatsreligion. Die Scharia ist die Hauptquelle der Gesetzgebung. Neben der sunnitischen Mehrheit (ca. 90 %) findet man jedoch in Kairo und Alexandria, aber auch in Mittel- und Oberägypten Kopten (ca. 8 - 10 %) und andere christliche Minderheiten, die nicht selten in überwiegend christlichen Dörfern leben. Eine amtliche Zählung der Christen wird bewusst nicht durchgeführt, obwohl die Religion im Pass eingetragen sein muss. Daneben gibt es auch noch jüdische Gemeinden im Land. Die staatlichen und kirchlichen Zahlenangaben differieren stark.<ref>auswaertiges-amt.de</ref>

Besonders in Oberägypten sind die als christliche Minderheit oft benachteiligten Kopten Ziel von Terror und Schutzgelderpressungen radikaler Muslime geworden, häufig mit Wissen und Billigung der lokalen Behörden. Muslime, die zum Christentum übertreten, müssen mit staatlichen Zwangsmaßnahmen rechnen. Neue koptische Kirchen dürfen nicht gebaut werden, auch kleinere Reparaturen bedürfen eines Präsidialerlasses. Nachdem es bereits im Oktober 2005 in Alexandria vor einer Kirche zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Kopten gekommen war, bei denen drei Menschen den Tod fanden, wurde bei einem offenbar koordinierten Angriff islamischer Extremisten auf koptische Gottesdienste am 14. April 2006 ein Mann christlichen Glaubens getötet, 16 weitere wurden verletzt. Während des Trauerzuges für den Toten am folgenden Tag gingen Hunderte von Muslimen und Christen mit Schlagstöcken aufeinander los; 43 Menschen wurden verletzt und über 100 festgenommen.

Einerseits ist die Auslegung des Islams in Ägypten meist modern und fortschrittlich, insbesondere durch die in der muslimischen Welt führende Al-Azhar-Universität. Andererseits ist Ägypten seit Jahrzehnten (neben Saudi-Arabien) auch ein Zentrum des islamischen Fundamentalismus. So ist die Muslimbruderschaft dort aktiv und in bin Ladens Terrorgruppe al-Qaida fanden sich schon zu Zeiten des 11. September 2001 ungewöhnlich viele Ägypter in Führungspositionen. Teils stehen sie bis heute mit an der Spitze. Dass sie ihre einheimischen Wurzeln gekappt haben, ist nicht sehr wahrscheinlich. Die fundamentalistische Szene sieht Gewalt gegen Westler, wie etwa in Dahab im April 2006, als Bestandteil eines gerechten Kampfes gegen ein ungerechtes System, einen gottlosen Staat und eine westlich-jüdische Verschwörung gegen den Islam an.

Soziale Lage und Bildung

Ägypten nimmt vom Pro-Kopf-Einkommen her im afrikanischen Vergleich eine mittlere Position ein. Das BIP ist 2004 um 4,2 % gewachsen. Davon wurden 15 % in der Landwirtschaft, 37 % in der Industrie und 48 % im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. 27 % aller Erwerbstätigen arbeiteten 2002 in der Landwirtschaft, 21 % in der Industrie und 52 % im Dienstleistungssektor.

Alle Arbeitnehmer sind sozialversichert; es gibt eine Kranken-, Alters- und Invalidenversicherung. Geleistet werden auch Hinterbliebenenrenten, Krankengeld und Arbeitslosenunterstützung. Die Beschäftigten in der Industrie sind zu einem gewissen Prozentsatz an den Unternehmensgewinnen beteiligt. Die Arbeitslosigkeit lag 2005 und 2006 im Durchschnitt bei 9,8 % mit einer hohen verdeckten Arbeitslosigkeit. Erschwerend kommt hinzu, dass von den einst 3 Mio. ägyptischen Gastarbeitern im Ausland sehr viele wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind - vor allem aus Kuwait und aus dem Irak. Generell lässt sich sagen, dass auf dem Land eine saisonale Arbeitslosigkeit typisch ist; in den Städten herrscht dagegen eher permanente Unterbeschäftigung. Die Inflation lag im gleichen Zeitraum bei 4,5 % im Durchschnitt.

Das Gesundheitssystem ist in den Städten relativ gut entwickelt, auf dem Lande gibt es noch gravierende Lücken. Einseitige Ernährung und mangelnde Hygiene sind Ursachen für endemische Krankheiten (etwa Bilharziose); ein weiteres Problem stellt Malaria dar. Allgemeine Schulpflicht bei kostenlosem Unterricht besteht für 6- bis 12jährige. Das derzeitige Schulsystem wurde 1952 eingeführt; ihm zufolge schließen sich an die Grundschule eine dreijährige Vorbereitungs- und eine dreijährige Sekundarschule an, darauf folgt die Hochschulausbildung. Die Analphabetenrate beträgt trotz des erheblichen Ausbaus schulischer Einrichtungen noch etwa 50 %. Von den zwölf Universitäten Ägyptens befinden sich fünf in Kairo. Eine Besonderheit stellt die Kairoer Al-Azhar-Universität dar; sie ist seit 983 Zentrum islamischer Gelehrsamkeit.

Flüchtlinge

Bei der gewaltsamen Räumung eines von rund 2.500 sudanesischen Flüchtlingen in einem Park in der Kairoer Innenstadt errichteten Zeltlagers durch Sicherheitskräfte am 30. Dezember 2005 kamen 26 Sudanesen ums Leben, zahlreiche wurden verletzt. Bei den Sudanesen handelte es sich um abgewiesene Asylbewerber, die mit ihrem drei Monate dauernden friedlichen Sitzstreik die Wiederaufnahme ihrer Asylverfahren hatte erwirken wollen. Nach Prüfung jedes einzelnen Falles durch die Behörden in Zusammenarbeit mit dem UNHCR wurden bis zum 30. Januar 2006 alle 462 bei der Räumung Festgenommenen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Regierung erklärte, die Flüchtlinge, darunter viele aus der Krisenregion Darfur, würden nicht abgeschoben.

Geschichte

Aufstieg einer Hochkultur

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Altägyptischer Streitwagen

Die Hochkultur Ägyptens begann um 3000 v. Chr. mit der Schaffung eines Königreiches durch die Vereinigung von Ober- und Unterägypten unter dem legendären Pharao Menes, der in Memphis residiert haben soll. Die Einteilung der Pharaonenzeit in 30 Dynastien geht auf den ägyptischen Priester Manetho zurück, der im 3. Jahrhundert v. Chr. eine ägyptische Geschichte geschrieben hat.

Mit der dritten Dynastie entstand das Alte Reich, in dem sich Staat und Gesellschaft, Kunst und Religion ausformten und der als Verkörperung des Himmelsgottes verehrte König autokratisch über alle 42 Gaue seines Landes herrschte. Unter dem Pharao Djoser (um 2610-2590) und den Herrschern der vierten und fünften Dynastie dehnte sich das Reichsgebiet bis südlich von Assuan aus. Pharaonen wurden jetzt als Söhne des Sonnengottes Re angesehen.

Nach dem Zerfall des Alten Reiches gelang es erst einem Gaufürstengeschlecht aus dem Süden unter Mentuhotep I. (2061-2010), die Länder im Mittleren Reich (11. bis 14. Dynastie) wieder zu einigen. Als neue Hauptstadt wurde Theben mit den Tempelstätten Karnak und Luxor gegründet; bald lag jedoch die Residenz wieder im Norden. Um 1650 rissen die aus Asien stammenden Hyksos die Herrschaft über Ägypten an sich. Sie brachten Pferd und Streitwagen ins Land und damit eine neue Art der Kriegstechnik.

Fürst Kamose und seinem Bruder Amosis I. gelang es um 1550 v. Chr., das fremde Joch abzuschütteln und wiederum in Theben das Neue Reich (18. bis 20. Dynastie) zu gründen, das sich unter Amenophis I. und Thutmosis I. bis nach Nubien und zum Euphrat erstreckte. Nach der Herrschaft der „Friedensfürstin“ Hatschepsut (1490-1468) unternahm Thutmosis III. Feldzüge nach Syrien und Palästina und festigte das ägyptische Großreich, das sich vom Orontes in Syrien bis zum vierten Katarakt des Nil erstreckte. Unter König Amenophis IV. (1364-1347) kam die Expansion zum Erliegen. Er kümmerte sich vorwiegend um religiöse Fragen und löste durch die Erhebung des Sonnengottes Aton zum alleinigen Gott eine geistige Revolution aus. Unter dem Namen Echnaton regierte er zusammen mit seiner Gattin Nofretete das Reich von der neu gegründeten Residenz Tell el-Amarna aus. Von seinem Nachfolger Tutenchamun (1347-1338) wurde jedoch der Monotheismus zugunsten einer Dreiheit des göttlichen Prinzips wieder abgeschafft. Unter Ramses II. (1290-1224) erlebte das Neue Reich noch einmal eine Blütezeit. Doch die Völkerbewegungen um 1200 brachten eine neue Gefahr für Ägypten, das von den Hethitern, den Libyern und von Seevölkern aus dem Norden bedroht wurde. Nach dem Tod von Ramses III. (1184-1153) setzte ein rascher Niedergang ein, Ägypten löste sich unter fremden Machthabern in eine Vielzahl von Einzelherrschaften auf.

Siehe auch: Geschichte des Alten Ägypten

Vom Großreich zur Provinz

525 v. Chr. wurde Ägypten von den Persern erobert und erstmals Provinz eines fremden Weltreiches; in gewissen Grenzen wurde ihm die Selbstverwaltung und die Religionsfreiheit zugestanden. 332 v. Chr. fiel das 404 wieder unabhängig gewordene Ägypten kampflos in die Hände Alexanders des Großen, der das Land als Teil des Makedonischen Reiches hellenisierte. Nach seinem Tod (323 v. Chr.) übernahm sein Feldherr Ptolemaios die Verwaltung der ägyptischen Provinz. 305 nahm er als Ptolemaios I. Soter den Titel eines Königs an und begründete damit das Herrscherhaus der Ptolemäer, das Ägypten fast 300 Jahre lang regierte. Sie erhoben das von Alexander gegründete Alexandria zu ihrer Hauptstadt und orientierten sich außenpolitisch auf den Mittelmeerraum.

Nach dem Tod Kleopatras VII., der letzten Herrscherin des Ptolemäerhauses, wurde Ägypten 30. v. Chr. zur römischen Provinz. Mit der Teilung des Römischen Reiches 395 n. Chr. kam das Land unter byzantinische Herrschaft und verlor durch die Verlagerung der Fernhandelswege nach Konstantinopel einen Großteil seiner bisherigen wirtschaftlichen Bedeutung. Dies und vor allem die oströmische Religionspolitik führten zu einer starken Oppositionsbewegung gegenüber dem Byzantinischen Reich, was sich insbesondere nach dem Konzil von Chalcedon 451 durch die Bildung einer unabhängigen koptischen Kirche ausdrückte. In der Spätantike wurde Ägypten Ausgangspunkt der christlichen Mission in Nubien und Äthiopien, deren Kirchen sich eng an die koptische Kirche Ägyptens anlehnten.

Unter der Herrschaft des Islams

Um 640 eroberten die islamischen Araber das Niltal; Ägypten wurde von nun an von wechselnden Machtzentren aus - Damaskus, Bagdad, Kairo - beherrscht. Unter den Umayyaden (661-750) siedelten sich arabische Stämme in den fruchtbaren Ebenen an und bestimmten fortan das kulturelle Erscheinungsbild Ägyptens. Mit dem Machtantritt Saladins, des Begründers der Ayyubiden-Dynastie (1171-1249), wurde Kairo zum Zentrum des muslimischen Widerstandes gegen die christlichen Kreuzzüge. Um 1250 erhob sich die Palastgarde, die sich aus Mamluken, ursprünglich zumeist türkische Militärsklaven, zusammensetzte und übernahmen die Macht. Ende des 13. Jahrhundert vernichteten sie die letzten Kreuzfahrerstaaten auf asiatischem Boden. Auch nach der Eroberung Ägyptens durch die Türken 1517 blieb die Verwaltung in ihren Händen. Der wirtschaftliche Niedergang als Folge der Entdeckung des Seeweges nach Indien (1498) machte Ägypten zu einer der ärmsten Provinzen des Osmanischen Reiches.

Unter britischer Kontrolle

Erst die Landung des französischen Expeditionskorps unter Napoleon 1798 beendete die Herrschaft der Osmanen. Als nach dem Seesieg des britischen Admirals Nelson bei Abukir im selben Jahr die Franzosen ihren Orientfeldzug abbrechen mussten, nutzte der albanische Offizier Muhammad Ali die Situation zur Ergreifung der Macht (1805-1849). Er und seine Nachfolger konnten unter türkischer Oberherrschaft eine gewisse Selbständigkeit erringen, betrieben eine expansive Politik und leiteten die Geschichte des modernen Ägyptens ein. Der Bau des Sueskanals (1859-1869) machte das Land derart von ausländischen Anleihen abhängig, dass die von Großbritannien und Frankreich eingerichtete Staatsschuldenverwaltung zur eigentlichen Regierung des Landes wurde. Zur Sicherung des Verbindungsweges nach Indien erwarb Großbritannien die ägyptischen Kanalaktien, besetzte 1882 das Land und machte es 1914 formell zu einem Protektorat. 1922 wurde Ägypten unter Fuad I. ein schon weitgehend selbständiges Königreich und erhielt nach dessen Tod 1936 die Souveränität. Im Zweiten Weltkrieg wurde Ägypten zum Schlachtfeld der deutschen und italienischen Armeen unter Erwin Rommel und den Briten unter Bernard Montgomery. Britische Truppen blieben bis 1946 im Land.

Ägypten als Republik

1948 beteiligten sich ägyptische Armeen am arabischen Angriff auf den eben ausgerufenen Staat Israel, wurden aber, wie die anderen arabischen Armeen auch, zurückgeschlagen. Am 23. Juli 1952 (Nationalfeiertag) stürzte die Bewegung der „Freien Offiziere“ den 1936 inthronisierten König Faruk. Die Geschichte der jungen Republik Ägypten wurde zunächst von General Ali Muhammad Nagib, anschließend von dem führenden Kopf der Revolution, Oberst Gamal Abdel Nasser (1954-1970) bestimmt. Nassers sozialistisches Regime unterhielt enge Beziehungen zur Sowjetunion. Die Verstaatlichung der Sueskanal-Gesellschaft 1956 führte zum militärischen Eingreifen Israels, Großbritanniens und Frankreichs. Die Sueskrise wurde durch Intervention der UN beigelegt. 1958 schloss sich Ägypten mit Syrien und Nordjemen zur Vereinigten Arabischen Republik (VAR) zusammen, die faktisch nur bis 1961 bestand. Im Sechstagekrieg mit Israel im Juni 1967, in dem israelische Truppen bis zum Sueskanal vordrangen, erlitt das Land eine schwere militärische Niederlage. Nach dem Tod Nassers 1970 wurde Vizepräsident Anwar as-Sadat Staatspräsident. Durch den - teilweise erfolgreichen - Yom-Kippur-Krieg 1973 versuchte Sadat, die Niederlage von 1967 wettzumachen.

1977 leitete Sadat durch eine überraschende Friedensinitiative den Dialog mit Israel ein, der 1979 zum Friedensvertrag und zum Abzug der israelischen Truppen von der Sinai-Halbinsel führte, andererseits jedoch das Land innerhalb der arabischen Welt isolierte und den Widerstand islamischer Fundamentalisten hervorrief. 1981 wurde Sadat, der 1978 zusammen mit Israels Premierminister Menachem Begin den Friedensnobelpreis erhalten hatte, das Opfer eines Attentats. Seinem Nachfolger, Vizepräsident Muhammad Husni Mubarak, ist es gelungen, Ägypten wieder als vollrespektiertes Mitglied in die Arabische Liga zurückzuführen. Die auf Verständigung mit Israel ausgerichtete Politik trägt allerdings zur zunehmenden Militanz der von Iran, Libyen und Sudan unterstützten Islamisten bei, die auf der Grundlage der seit 1981 bestehenden Notstandsgesetze verfolgt werden.

Politik

Siehe auch: Politisches System Ägyptens

Politisches System

Gemäß der Verfassung von 1971, zuletzt geändert 2005, ist Ägypten eine Präsidialrepublik. Staatsoberhaupt ist der vom Parlament mit Zweidrittelmehrheit nominierte und anschließend für sechs Jahre durch Volkswahl bestätigte Präsident, der gleichzeitig Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Dies ist seit 1981 Muhammad Husni Mubarak, der zuletzt 2005 wiedergewählt wurde. Nach einer Ankündigung Mubaraks vom 26. Februar 2005 soll der Präsident jedoch in Zukunft durch freie Wahlen mit mehreren zugelassenen Kandidaten gewählt werden. Der Präsident ernennt den Ministerpräsidenten und die Mitglieder des Kabinetts sowie die Gouverneure, die hohen Richter und Offiziere. Er hat zudem ein Vetorecht bei der Gesetzgebung, kann Dekrete erlassen und das Parlament auflösen. Kritiker merken an, dass Mubarak seit dem Tod seines Vorgängers per Notstandsgesetz regiert. Er herrsche über ein pseudodemokratisches System. Sie sagen, dass Wahlen teilweise gefälscht oder verschoben worden seien und manche Oppositionelle nach Scheinprozessen ins Gefängnis kämen. In Ägypten existiere nur soviel öffentliche Opposition wie Mubarak zulasse.

Das Parlament besteht aus dem Rat des Volkes mit 454 Mitgliedern, von denen 444 alle fünf Jahre gewählt (seit 1986 400 Abgeordnete über Parteilisten und 44 als parteilose Direktkandidaten) und zehn vom Staatsoberhaupt ernannt werden. Beratendes Legislativorgan ist die Schura mit 210 Mitgliedern, von den zwei Drittel alle drei Jahre gewählt und ein Drittel vom Staatsoberhaupt ernannt werden. Aus den Wahlen zum Rat des Volkes zwischen dem 9. November und 7. Dezember 2005 gewann die regierende Nationaldemokratische Partei (NDP) mit 311 Sitzen (2000: 388). Es folgten die Muslim-Bruderschaft mit 88 Sitzen (17) und die liberale Wafd-Partei mit 6 (7) Sitzen. 27 Sitze (30) belegten Unabhängige und Angehörige kleinerer Parteien. 12 Sitze (2) sind vakant. Die Teilwahlen zur Schura im Mai/Juni 2004 brachten ebenfalls eine Mehrheit für die NDP. Für alle Ägypter im Alter ab 18 Jahren besteht eine Wahlpflicht.

Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Scharia. Das Gerichtsystem weist auf unterer Ebene sogenannte Zentral- und Distriktgerichte auf; im weiteren gibt es sechs Appellationsgerichtshöfe. Höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof in Kairo. Ein Verfassungsgericht überwacht die konstitutionelle Ordnung. Ägypten ist Mitglied der Vereinten Nationen (UN), der Welthandelsorganisation (WTO), der Afrikanischen Union (AU) und der Arabischen Liga.

Wahlen

Erstmalig in der Geschichte des Landes waren nach einer Verfassungsreform mehrere Bewerber für das Präsidentenamt zugelassen. Was Präsident Mubarak als Meilenstein in dem unter dem Druck der USA eingeleiteten Reform- und Demokratisierungsprozess bezeichnet hatte, war von der Opposition scharf kritisiert worden, da die Novelle der herrschenden NDP Mubaraks faktisch eine Monopolstellung einräumte. Gleichzeitig deutete sich im Wahlkampf ein Paradigmenwechsel an: Nach einem Vierteljahrhundert der Herrschaft Mubaraks stellte ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung offen seine Politik der harten Hand und seine stets mit militärischen, nie mit argumentativ-politischen Mitteln geführte Auseinandersetzung mit dem Islamismus in Frage. Am 18. Juli 2005 rief ein breites Oppositionsbündnis aus so unterschiedlichen Fraktionen wie der Muslim-Bruderschaft, der Wafd-Partei und der Bewegung Kifaya (Genug) zum Boykott der Wahlen auf. Prominente potenzielle Kandidaten wie die Frauenrechtlerin Nawal Saadawi und der Menschenrechtsaktivist Saadeddin Ibrahim zogen ihre Bewerbung für die Präsidentschaftswahl zurück. Der Kandidat der erst im November 2004 gegründeten liberalen Al-Ghad-(Morgen) Partei, Aiman Nour, trat jedoch bei der Wahl an. Gegen ihn war Ende Juni ein Prozess wegen angeblicher Fälschung von Wahlunterlagen eröffnet worden.

Nachdem Mubarak am 28. Juli 2005 seine erneute Kandidatur bekannt gegeben hatte, protestierten am 30. und 31. Juli in der Kairoer Innenstadt Hunderte Oppositionsanhänger gegen dessen Politik, begleitet vom gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten; rund 20 Personen wurden festgenommen. Bei der Wahl am 7. September wurde Mubarak mit 88,6 % der Stimmen im Amt bestätigt. Sein schärfster Konkurrent unter den insgesamt neun Gegenkandidaten, Aiman Nour, kam lediglich auf 7,6 %. Die Wahlbeteiligung wurde mit 23 % angegeben. Kritikern zufolge waren die Wahlen, zu denen keine offiziellen internationalen Beobachter zugelassen waren, von schweren Unregelmäßigkeiten begleitet. Bei den vom 9. November bis 7. Dezember 2005 in drei Runden stattfindenden Wahlen zum Rat des Volkes konnte die Opposition massive Gewinne verbuchen. Insgesamt erhielt das Bündnis knapp 100 der insgesamt 440 Sitze. Nachdem sich bereits nach den ersten Wahlrunden ein Erstarken der Muslim-Brüder abgezeichnet hatte, war die letzte Runde überschattet von gewaltsamen Versuchen der Sicherheitskräfte, deren Anhänger am Betreten der Wahllokale zu hindern; dabei wurden 12 Menschen getötet. Der Erfolg der Muslim-Brüder ist vor allem auf ihr soziales Engagement in den Kairoer Armenvierteln zurückzuführen, was von der NDP geduldet wird. Im von Mubarak am 1. Januar 2006 ernannten neuen Kabinett blieben die Schlüsselpositionen unverändert.

Außenpolitik

Bei einer fünftägigen Nahost-Reise bat die US-amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice am 22. Februar 2006 ihren Amtskollegen Ahmed Abul Ghait um Unterstützung für Washingtons Kurs gegenüber Iran und der von der Hamas geführten palästinensischen Regierung. Nach Gesprächen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem österreichischen Präsidenten Heinz Fischer in Berlin und Wien, bei denen ebenfalls der Nahost-Friedensprozess und das iranische Atomprogramm Thema waren, rief Mubarak am 13. März Israel und die Hamas zu sofortigen Friedensgesprächen und zur Beendigung der Gewalt auf. Nach dem Abzug jüdischer Siedler aus dem Gaza-Streifen einigten sich Ägypten, Israel und Palästina Mitte September 2005 darauf, dass zur Kontrolle der rund 14 km langen Grenze zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen 750 ägyptische Soldaten postiert werden.

Menschenrechtssituation

In Ägypten wird immer noch systematisch gefoltert.<ref>Folteropfer berichten - ARD-Weltspiegel, Sendung vom 6.5.2007</ref> Die am häufigsten geschilderten Foltermethoden sind Elektroschocks, Schläge, das Aufhängen an Hand- oder Fußgelenken, das Ausdrücken von Zigaretten auf dem Körper sowie verschiedene Formen der psychologischen Folter und Misshandlung, darunter die Androhung der Vergewaltigung oder sexuellen Misshandlung von Gefangenen oder deren weiblichen Verwandten.<ref>Schläge, Tritte, Elektroschocks - Tagesspiegel vom 26.1.2007</ref>

Kritische Stimmen werden in der Öffentlichkeit nicht geduldet, sondern hart bestraft. In der deutschen Öffentlichkeit wurde in letzter Zeit das kompromisslose Vorgehen der ägyptischen Polizei und Justiz gegen Oppositionelle, vor allem die ägyptische Blogger-Szene, diskutiert. Dieses Vorgehen wird von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert.<ref>Egypt: Award-Winning Blogger Among New Arrests - Human Rights Watch</ref>

Militär

Hauptartikel: Streitkräfte Ägyptens Die ägyptischen Streitkräfte werden als die stärkste Militärmacht auf dem afrikanischen Kontinent angesehen und rechtfertigen den Status einer Regionalmacht im Nahen Osten. Die Streitkräfte unterstehen dem Staatsoberhaupt, der auch gleichzeitig als Oberkommandant den höchsten militärischen Rang bekleidet. Organisiert sind die Streitkräfte in vier Zweigen: Einerseits die klassischen Sparten der Armee, Luftwaffe und Marine; zusätzlich fungiert das Luftverteidigungskommando als eigene Teilstreitkraft des Militärs. In Ägypten herrscht eine dreijährige Wehrpflicht für Männer ab achtzehn Jahren. Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums werden allerdings nicht mehr sämtliche Rekruten eingezogen, da einer Jahrgangsstärke von über 800.000 Dienstpflichtigen 450.000 aktive Soldaten gegenüberstehen. Allerdings verfügt der Staat noch zusätzlich über circa 250.000 paramilitärische Kräfte, die dem Innenministerium unterstehen und zur Inneren Sicherheit herangezogen werden. Mit der außenpolitischen Annäherung unter Anwar as-Sadat eröffnete sich Ägypten auch den Zugang zu US-amerikanischen Waffenlieferungen, die seit den achtziger Jahren zu einer bedeutenden Modernisierung der Streitkräfte beigetragen haben.

Verwaltungsgliederung

Ägypten ist in 27 Gouvernorate (arabisch محافظات muhāfazāt, Singular محافظة muhāfaza) unterteilt, an deren Spitze jeweils ein Gouverneur im Ministerrang steht. Der ausgeprägte Zentralismus Ägyptens soll allmählich zugunsten einer größeren Selbstverwaltung auf regionaler Ebene abgebaut werden.

Siehe hierzu: Gouvernorate Ägyptens

Wirtschaft

Ausgewählte Wirtschaftszahlen

Wachstum des BIP (Bruttoinlandsprodukts)
in % gegenüber dem Vorjahr
Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
BIP (real) 6,3 5,1 3,5 3,2 3,0 4,1 5,1 5,5 5,8
Quelle: bfai<ref Name="Bfai">Entwicklung des BIP Ägyptens: bfai, 2006</ref>.
Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldos
in % gegenüber dem Vorjahr in % des BIP
("minus" = Defizit im Staatshaushalt)
Jahr 2003 2004 2005 2006 Jahr 2003 2004 2005 2006
Inflationsrate 9,5 5,0 4,5 ~ 4,2 Haushalts-
saldo
 ?? - 8,9 - 9,7  ??
Quelle: bfai <ref Name="Bfai"> </ref> ~ = geschätzt
Entwicklung des Außenhandels
(in Mrd US$ und in % gegenüber dem Vorjahr)
2004 2005 2006
--------------- Mrd.US$  % gg. Vj. Mrd.US$  % gg. Vj. Mrd.US$  % gg. Vj.
Einfuhr 24,2 32,2 29,8 30,0 40,0 27,4
Ausfuhr 13,8 31,4 18,5 34,1 22,4 21,1
Saldo -10,4 -11,3 -17,6
Quelle: bfai<ref>Entwicklung des Außenhandels Ägyptens: bfai, 2006</ref>.
Datei:Agriculture (Primitive) CNE-v1-p58-I.jpg
Landwirtschaft in Ägypten (1920er Jahre)
Die Wirtschaft Ägyptens

Die liberale Wirtschaftspolitik unter Präsident Sadat führte in den 70er Jahren zu einer Lockerung der zuvor weitgehend sozialistischen Planwirtschaft Ägyptens und zur Öffnung nach außen. Zwar ist Ägypten heute nach Südafrika das am stärksten industrialisierte Land Afrikas, doch ist die Landwirtschaft nach wie vor eine wichtige Grundlage der Wirtschaft. Die Haupteinnahmequellen Ägyptens sind der Erlös aus dem Erdölexport und der Benutzung des Sueskanals sowie die Gastarbeiterüberweisungen und der Tourismus. Ein gravierendes Problem ist die hohe Auslandsverschuldung.

Landwirtschaft

Die landwirtschaftliche Nutzfläche (rund 3 % der Staatsfläche) ist auf das Niltal und das Nildelta sowie einige Oasen begrenzt. Die Bauern (Fellachen) bewirtschaften das Land mit teilweise jahrtausendealten Anbau- und Bewässerungsmethoden. Dabei hat sich der landwirtschaftliche Anbau von einer Subsistenz- zu einer Exportorientierung gewandelt, so dass relativ betrachtet weniger landestypische Nahrungsmittel wie Hirse, Saubohnen und Kohl geerntet werden. Um die stark wachsende Bevölkerung zu ernähren, müssen große Mengen importiert werden - im Jahr 1980 wurden über 5 Mio. Tonnen Weizen aus dem Ausland eingeführt bzw. dreimal soviel, wie in Ägypten selbst angebaut wurde. Dieses Problem wird sich auch nicht so schnell beenden lassen, da Ägypten bis auf die bereits genutzten Flächen für die Landwirtschaft kaum bis gar nicht nutzbar ist, da sie sehr arid sind und der Assuan-Staudamm zur künstlichen Bewässerung kaum ausreicht. kaum Wasserquellen für künstliche Bewässerung vorhanden sind. Der Assuan-Staudamm sorgte dafür, dass die Überflutung des Nil fast nicht mehr existiert und somit die Ernten bzw. Ernteflächen kleiner und wegen fehlendem Nilschlamm unfruchtbarer wurden, nun jedoch mehrmals im Jahr geerntet werden kann. Zurzeit werden jedoch im Rahmen des Toshka-Projekts Teile der ägyptischen Wüste westlich des Nil für die Landwirtschaft nutzbar gemacht. Das traditionell bedeutendste Produkt ist die Baumwolle. Außerdem werden Zuckerrohr, Mais, Reis, Weizen, Hirse, Kartoffeln, Obst und Gemüse angebaut. Die Viehhaltung ist aus Mangel an Dauergrünland auf Futtermittelanbau angewiesen. Rinder und Büffel dienen als Last- und Arbeitstiere sowie neben Schafen und Ziegen der Fleisch- und Milchgewinnung.

Bodenschätze, Energie

Der bedeutendste Bodenschatz ist das Erdöl, das vor allem im Golf von Sues, in der Kattarasenke und auf der Sinai-Halbinsel gefördert wird. Außerdem werden Rohphosphate, Eisen- und Manganerze sowie Salz gewonnen. Meist noch unerschlossen sind die Vorkommen von Asbest, Schwefel, Buntmetallen und Uranerzen. Das seit 1975 geförderte Erdgas wird ausschließlich im Inland zur Energieerzeugung und für die Düngemittelproduktion verwendet. Der Bau mehrerer Wärmekraftwerke auf Erdgasbasis sowie einiger Kernkraftwerke ist geplant. Die zwei Wasserkraftwerke am alten Assuan-Staudamm sowie am neuen Hochdamm erzeugen etwa 15 % des ägyptischen Stroms; senkt sich der Wasserspiegel des Nassersees jedoch weiter, ist die Stromerzeugung gefährdet.

Industrie

Größere Industriebetriebe sind meist verstaatlicht; die Zahl privater Unternehmen, zum Teil mit ausländischer Beteiligung wie z. B. im Fahrzeugbau, hat seit den 70er Jahren deutlich zugenommen. Die ältesten Gewerbezweige sind die Verarbeitung von Baumwolle, Zucker und anderen Agrarprodukten. Später kamen Zement-, Düngemittel-, Eisen-, Stahl- und Aluminiumerzeugung, Elektro- und chemisch-pharmazeutische Industrie, Erdölverarbeitung sowie Maschinen- und Fahrzeugbau hinzu. Eines der größten Privatunternehmen ist die Firma Crystal Asfour (ca. 10.000 Mitarbeiter in Kairo), die auf dem Gebiet des Glasschleifens von Glas-Schmucksteinen (unter anderem) Weltmarktführer ist.

Außenhandel

Die Außenhandelsbilanz ist schon seit Jahren defizitär. Die Einfuhren können bei weitem nicht durch die Exporteinnahmen finanziert werden, was zu einer enormen Auslandsverschuldung geführt hat. Importiert wurden 2004 Güter im Wert von 19,8 Mrd. US-$, darunter 18 % Nahrungsmittel, 17 % Maschinen und Fahrzeuge, 13 % industrielle Vorerzeugnisse, 11 % chemische Erzeugnisse, 8 % Rohstoffe und 8 % Brennstoffe. Die Waren stammten zu 13 % aus den USA, 7 % aus Deutschland, 7 % Italien, 5 % Frankreich, 5 % VR China, 5 % Großbritannien, 4 % Saudi-Arabien und 3 % Spanien.

Exportiert wurden im gleichen Zeitraum Güter im Wert von 10,4 Mrd. US-$, darunter 40 % Brennstoffe und technische Öle, 20 % industreille Vorerzeugnisse, 9 % Nahrungsmittel, 8 % Rohstoffe, 5 % chemische Erzeugnisse und 4 % Fertigerzeugnisse. Hauptabnehmer waren zu 13 % Italien, 12 % USA, 7 % Großbritannien, 5 % Deutschland, 5 % Spanien, 4 % Frankreich, 3 % Niederlande, 2 % Jordanien, 2 % Türkei, 2 % Rep. Korea und 2 % Saudi-Arabien.

Tourismus und Verkehr

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus, der nach den Terroranschlägen auf touristische Ziele in den 1990er und 2000er Jahren jedoch zeitweise starke Einbrüche verkraften musste (Luxor 1997, Sinai 2004 und 2005 und 2006 in Dahab). Unbekannte Täter zündeten am 23. Juli 2005 an drei Orten in dem von ausländischen Touristen stark frequentierten Badeort Sharm El-Sheikh auf der Sinai-Halbinsel insgesamt 400 Kilo Sprengstoff, dabei wurden 64 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt. Zu den Anschlägen bekannten sich neben den der Al-Qaida nahestehenden Abdullah-Assam-Brigaden, die auch für die Anschläge vom Oktober 2004 in Taba verantwortlich zeichneten, eine weitere bisher unbekannte Terrororganisation. Bis zum 26. Juli hatte die Polizei 140 Verdächtige festgenommen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden am 14. August die beiden Hauptschuldigen der Bombenserie dingfest gemacht. Zu weiteren blutigen Terroranschlägen kam es in Dahab. Am 24. April 2006 explodierten in dem Badeort auf der Sinai-Halbinsel drei Sprengsätze, dabei kamen mindestens 23 Menschen ums Leben und 80 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Daraufhin verlängerte das Parlament den seit 1981 geltenden Ausnahmezustand um zwei Jahre. Sicherheitskräfte nahmen bis Mitte Mai rund 40 Verdächtige fest und töteten sieben mutmaßliche Attentäter beziehungsweise Drahtzieher der Anschläge. Am 9. Mai wurde der Anführer der Terrororganisation Tawhid wal Jihad, die für die jüngsten Anschläge verantwortlich gemacht wird, bei einem Feuergefecht im Norden des Sinai getötet.

Der Tourismus ist eine der wichtigsten wirtschaftlichen Einnahmequellen im Land. Besonders die ägyptischen Altertümer sind ein großer Anziehungsmagnet für ausländische Besucher. Neben Gizeh, Kairo und Alexandria wird auch Luxor gern besucht, von wo aus unter anderem das Tal der Könige erreicht werden kann. Luxor ist auch der Ausgangspunkt für Nilkreuzfahrten bis nach Assuan. Von dort werden Flüge und Bus- Touren nach Abu Simbel angeboten. Die meisten Reiseveranstalter bieten dann einen Inlandsflug nach Kairo und nach diesem Kairo- Aufenthalt einen Badeurlaub in Hurghada an.

Die Touristenhochburg ist unbestreitbar Hurghada am Roten Meer. Der moderne Touristenort Sharm El-Sheikh an der Südspitze der Sinai-Halbinsel ist besonders bei Freunden des Tauchsports sehr beliebt, in den letzten Jahren kamen auch immer mehr Unterwasser-Sportler ins nördlich davon gelegene Dahab. Durch den allgemein weiter steigenden Tauch-Tourismus werden auch Orte südlich von Hurghada, entlang der westlichen Küste des Roten Meeres, erschlossen. Hierzu zählen al-Qusair und Marsa Alam, sowie kurz vor der sudanesischen Grenze Asch-Schalatin. In absehbarer Zeit wird sich die Grenze zum Hala'ib-Dreieck öffnen. 30 km vor der Grenze zu Sudan liegt 20-25 km landeinwärts der Nationalpark Gebel Elba, der sich als neuer Touristenmagnet anbietet.

Wichtigster Verkehrsträger ist die Eisenbahn, deren Netz (Streckenlänge rund 7700 km) das älteste in ganz Afrika ist. Es konzentriert sich wie das Straßennetz (Gesamtlänge rund 45000 km; zwei Drittel sind befestigt) auf das Niltal und das Nildelta. Ein Straßentunnel unter dem Sueskanal verbindet das ägyptische Kernland mit der Sinai-Halbinsel. Eine wichtige Rolle spielt der 161 km lange Sueskanal zwischen dem Mittelmeerhafen Port Said und Sues am Roten Meer. Nach mehreren Ausbaustufen kann er von Schiffen sogar bis zu 150000 BRT (teilbeladen sogar bis zu 260000 BRT) befahren werden. Der größte, zeitweise stark überlastete Seehafen ist Alexandria. Außerdem sind 3350 km Binnenwasserstraßen schiffbar, auf denen 25 % des Güterverkehrs abgewickelt werden. Kairo, Alexandria und Luxor verfügen über internationale Flughäfen.

Staatsausgaben für Gesundheit, Bildung und Verteidigung

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

Kultur

Siehe auch: Musik Ägyptens

Das Deutsche-Welle-TV strahlt seit dem 28. Februar 2005 täglich drei Stunden arabisches Programm über den ägyptischen Satelliten NileSat in den Nahen Osten aus.

Literatur

  • Vorlage:Meyers Online (veraltet)
  • W. & S. Tondok: Ägypten individuell, Reisehandbuch
  • W. & S. Tondok: Ägypten – Das Niltal, Reisehandbuch

Zum alten Ägypten siehe:

  • Umfangreiche Literaturliste zum Thema
  • Jean Bingen (Hrsg.): Hellenistic Egypt. University Press, Edinburgh 2006
  • Hermann A. Schlögl: Das alte Ägypten. (Beck Wissen), München 2003 (knappe Einführung mit Literatur).
  • Lucia Gahlin: Ägypten – Götter, Mythen, Religionen. Verlag EDITION XXL, 2005 ISBN 3-89736-312-7
  • Peter Landgraf: Auf Bildersuche bei den Pharaonen. Reisebericht aus: Vom Fernweh getrieben, Books on Demand, ISBN 978-3-8334-3800-4

Quellenangaben

<references />

Weblinks

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