Ojfn Forel ligt a Kelbl
Ligt gebundn mit a Schtrik
Hojch in Himl fligt a Fojgl
Flit an drejt sich hin an zurik
Lacht der Wind in Korn
Lacht un lacht un lacht
Lacht er op a Tag a ganzn
Un a halbe Nacht
Donaj Donaj ... ...
Schrait dos Kelbl sogt der Pojer
Wer she hejst dich sajn a Kalb
Wolst gekent doch sajn a Fojgl
Wolst gekent doch sajn a Schwalb
Bidne Kelbiech tut men bindn
un men schlept sej un men schecht
Wer‘s hat fligl flit arojf zu
Is baj kejnem nicht kejn Knecht |
Auf dem Wagen liegt ein Kälbchen,
liegt da, gefesselt mit einem Strick.
Hoch im Himmel fliegt ein Vogel,
fliegt und flitzt hin und zurück.
Da lacht der Wind im Kornfeld,
lacht und lacht und lacht,
lacht den ganzen Tag über
und noch die halbe Nacht.Donaj,
donaj, donaj, donaj,
donaj, donaj, donaj, daj.
Donaj, donaj, donaj, donaj,
donaj, donaj, donaj, daj.
Das Kälbchen schreit, der Bauer sagt:
"Wer hat dich geheissen, ein Kalb zu sein??
Du hättest doch auch ein Vogel werden können!
Du hättest doch auch eine Schwalbe werden können!"
Die armen Kälblein - sie werden gefesselt
und geschleift und geschlachtet. -
Wer Flügel hat, fliegt aufwärts,
macht sich bei keinem zum Knecht! |