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Die Torah
"Tanach" ist die hebräische Bezeichnung für die Bibel.
Der Tanach besteht aus drei Teilen:
Torah - das sind die fünf Bücher Moses, die ersten fünf
Bücher in der Bibel
Neviim - das sind die Bücher der Propheten, so wie zum Beispiel Joschuah und
Samuel
Ketubim - das sind die "poetischen" Texte in der Bibel, also Erzählungen,
Sprüche und Chroniken
Am wichtigsten ist die Torah. Die Torah ist die Wurzel
der Weisheit und des Glaubens im Judentum.
Das hebräische Wort "Torah" heißt auf deutsch "Lehre", "Lehre, wie man leben
soll". Die Torah gibt uns auch die Lehre vom richtigen Verhalten, von Moral und
Benehmen. Darum ist es wichtig, die Torah zu kennen und zu studieren. Jeder Jude
sollte regelmäßig Torah lernen.
Die Torah ist in viele Abschnitte geteilt. Jede Woche
wird ein Abschnitt gelesen. Im Laufe des Jahres liest man so die ganze Torah. An
Neujahr fängt man wieder von vorne an. Die Torah hat so viele Bedeutungen und
Geheimnisse, dass man sie das ganze Leben lang lesen und lernen kann.
Die Abschnitte nennt man "Parascha".
Du kannst jeweils die erste Parascha von jedem der fünf
Bücher der Torah lesen:
Bereschit
Bereschit heißt "im Anfang", "im Anfang schuf G'tt". Das
ist das erste Wort in der Torah, so sieht es auf hebräisch aus:

Schemot
Schemot heißt "Namen". So sieht das auf hebräisch aus:

Wajikra
Wajikra heißt "und es rief" und sieht so auf hebräisch aus:

Bamidbar
Bamidbar heißt "in der Wüste". Auf hebräisch sieht es so
aus:

Dewarim
Dewarim sind die "Worte" und so sieht das auf hebräisch
aus:

Du kannst auch lesen, warum die Torah wie ein Obstgarten
ist:
Ein Garten köstlicher Worte
Du kennst die Torah vielleicht als "Altes Testament".
Juden benutzen den Ausdruck "Altes Testament" nicht, weil sie das "neue
Testament" nicht kennen. Wenn Du also mit Juden sprichst, dann benutze lieber
das Wort "Torah". Genauso ist es mit den Bezeichnungen für die einzelnen Bücher
der Torah. Du kennst sie vielleicht unter den Namen Genesis, Exodus, Levitikus,
Numeri und Deuteronomium.
Der Name von G'tt und auch das Wort "G'tt" selbst wird
in den heiligen Schriften des Judentums nicht ausgeschrieben. Das macht man aus
Ehrfurcht und Achtung. G'tt wird oft auch als "der Name" bezeichnet, auf
hebräisch "haSchem". Wenn Du also "haSchem" oder "der Ewige" liest oder die
Schreibweise "G'tt" siehst, dann weißt Du, was damit gemeint ist.
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