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Rückkehr / Tschuwah:
Als alles begann
"Lasst mich in meinen Garten zurückkommen, an den Ort, an dem ich Freude
gefunden hatte, als alles begann"...
Die hier zusammengetragenen Lehren des Rebbe sind nicht einfach eine
Sammlung von Ratschlägen oder schönen Gedanken, sondern bilden eine
Ganzheit. Sie kreisen um einen wesentlichen Gedanken: die Verschmelzung
erhabenster spiritueller Höhen mit der weltlichsten materiellen Formenwelt.
Wie er zu sagen pflegte, «das Höchste mit dem Niedrigsten».
Dieser Ansatz ist nicht nur radikal, sondern machtvoll. Er bedeutet für
mich, dass ich ich selbst sein und hier in einer sehr irdischen Existenz
leben und doch ein spirituelles Ziel erfüllen kann. Das heißt auch, dass wir
vor nichts fliehen müssen, außer vor der Ansicht, dass wir vor irgend etwas
fliehen müßten. Wir laufen nicht aus dieser Welt davon, um uns einer höheren
anzuschließen, sondern wir arbeiten daran, beide miteinander zu
verschmelzen. Wir kümmern uns nicht darum, «in den Himmel zu kommen»,
sondern wir sind täglich damit beschäftigt, den Himmel auf die Erde zu
bringen.

Als alles anfing, war der Himmel hier auf Erden.
Die irdische Sphäre war der Ort, an dem die G'ttliche Gegenwart sein wollte
- lieber als in irgendeiner der höheren spirituellen Welten.
Die Menschen aber verbannten die G'ttliche Gegenwart aus ihrem Haus durch
einen Baum des Wissens, durch einen Mann, der seinen Bruder tötete, durch
all die Dinge, die sich Menschen untereinander antun.
Da die Menschen die G'ttliche Gegenwart vertrieben haben, können nur die
Menschen sie wieder zurückbringen. Und das begann mit Abraham, der die
Einheit der ganzen Welt verkündete. Und es endet mit uns, mit uns selbst.
Unsere Generation wird den Himmel auf die Erde zurückbringen.
Jede Generation spielt ihre bestimmte Rolle in der Geschichte.
Von allen Generationen vor uns haben wir einen reichen Schatz an Träumen
geerbt: Philosophie, Wissen, Weisheit und Ziele. Wir sind kleine Zwerge, die
auf den Schultern ihrer Ideen und ihrer edlen Taten stehen. Der Auftrag und
das Schicksal unserer Generation ist es, den Traum wahr zu machen.

Wer die Kabbala studiert hat, weiß, dass es unendliche Welten jenseits
unserer Welt und der Welt der Engel gibt, Welten, die erfüllt sind vom
göttlichen Licht, von Schönheit und Einheit.
Aber erkenne, dass all das nur aus einem einzigen Grund geschaffen wurde:
G'tt möchte in deiner irdischen Welt zuhause sein.

Tiere blicken nicht zu den Sternen auf, und Engel sind auf das Reich des
Geistes beschränkt, der Mensch jedoch ist G'ttes Brücke zwischen Himmel und
Erde.
Unsere Körper wurden aus Staub geschaffen, unsere Seelen aus dem Wesen
G'ttes. Nur wir können eine materielle Welt anschauen und spirituelles Leben
und Schönheit sehen. Wir, die wir sowohl jenseits des Himmels als auch der
Erde sind, jenseits von Form und Materie, jenseits des Geistes und des
Körpers - nur wir allein können die beiden miteinander verschmelzen.

Der Mensch sieht einen Baum, und der Baum spricht: «Ich bin hier, ich war
hier, und ich bin nicht mehr als ein Ding, das hier ist.» Und der Mensch
sinnt nach und antwortet:
"Nein! Ich gebe dir einen Namen. Du bist "Baum"! Du bist schön, und du hast
eine Seele. Du weist nach oben und sagst: "Es gibt etwas Höheres; dort oben
gibt es Einen, der mir mein Leben und mein Sein schenkt"."
So fährt der Mensch fort, bis die gesamte Schöpfung vor ihrem G'tt auf
die Knie gefallen ist. Nur der Mensch kann vollbringen, was die Engel nicht
können. Allein der Mensch kann das Geistige im Irdischen entdecken.
Sie haben G'tt ins Exil verbannt. Sie haben verrügt, dass Er zu heilig
sei, zu transzendent, um in unsere Welt zu gehören. Sie haben angeordnet,
dass Er nicht in das Gewöhnliche, in den Alltag der Dinge gehöre.
Und so haben sie Ihn aus Seinem Garten vertrieben, in das Reich von Gebet
und Meditation, in Heiligtümer und entlegene Einsiedlerklausen. Sie haben
den Schöpfer zum Exil verurteilt und haben Seine Schöpfung in ein dunkles,
kaltes Gefängnis verschlossen.
Und Er fleht: «Lasst mich in meinen Garten zurückkommen, an den Ort, an
dem ich Freude gefunden hatte, als alles begann.»
©Den Himmel
auf die Erde bringen
Die Weisheit des Rabbi Schneerson aus New York
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