Einige Monate zuvor hatte der
ehemalige Ministerpräsident Shimon Peres noch bei einer Begegnung in
Israel gesagt, daß ein Kongreß mit Israelis und Arabern zusammen, noch
dazu in München, nur ein Mißerfolg werden könne.
Und was hat der Kongreß gebracht?
Hat man überhaupt konkrete Ergebnisse erwarten können? Stellt man damit
nicht zu hohe Ansprüche?
Wäre es so einfach Frieden zu
schließen, gäbe es keine Kriege mehr. Aber leider ist es viel
schwieriger friedlich und gewaltfrei miteinander umzugehen, denn das
bedeutet, daß man zur Kommunikation bereit sein muß. Verpflichtet zu
langwierigen Verhandlungen und Gesprächen.
Ein Mitglied des Münchner
Palästina-Komitees verfolgte beispielsweise die Geschehnisse während des
Kongresses im Rathaus und wurde von dem Engagement der Jugendlichen für
den Frieden so berührt, daß der Mann Stunden vor der Abschiedsfete ins
Hotel kam und allen - Israelis, Arabern und Deutschen - eine Khafia
(eher bekannt als Palästinenser–Tuch) als bewegendes Zeichen seiner
Verbundenheit und Freundschaft schenkte. Dieses Geschenk wird alle in
Gedanken an diesen Mann begleiten, der mit einer kleinen Geste dieser
Konferenz zum Erfolg verholfen hat.
Vor allem hat dieser Kongreß Mut
gemacht. Mut aufeinander zuzugehen. Mut zur Hoffnung. Man kann es
vielleicht erahnen, wenn Israelis, Araber, Deutsche, Juden, Muslime und
Christen gemeinsam singen "Hewenu Shalom alechem" (Wir bringen Euch
Frieden).
Soll das schon das Ende gewesen
sein, oder geht es noch weiter? Es gibt nicht nur eine eigene Page im
Internet (http://www.geocities.com/capitolhill/lo!
bby/5883/iycp.htm), sondern in Israel haben sich die Delegationen
schon mittlerweile zweimal getroffen, um die Ideen der Konferenz
weiterzutragen. Im Frühjahr wird außerdem eine der deutschen Delegation
sicher nach Israel! zu einem Begegnungsseminar fahren. Die Konferenz
trägt Früchte gemäß dem Motto eines der bekanntesten Songs John Lennons:
Give Peace A Chance.