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Zur Entstehung des Internetprojekts
Aktuelle Version
http://schule.judentum.de
Ein fächerübergreifendes Projekt am
G.-E.-Lessing-Gymnasium, Döbeln / Sachsen
Dass wir auf dieses Projekt hier hinweisen ist keine Aussage über die
Qualität der Arbeit. Vielmehr möchten wir zeigen, wie Judentum dort
wahrgenommen und vielfach falsch dargestellt wird.
Verschiedene Mitglieder der Redaktion haGalil online haben mit dem
verantwortlichen Lehrer seit drei Jahren (2000) immer wieder versucht
ins Gespräch zu kommen, auf Fehler und problematische Darstellungen
hinzuweisen.
Die Veränderungen in den Texten waren geringfügig und verändern den
Gesamteindruck nicht. Positiv ist zu vermerken, dass inzwischen auch
Frauen in den biographischen Teil einbezogen wurden.
Es gibt seitdem
eine beständige Diskussion im Forum von haGalil online über das
Projekt und seine Darstellung des Judentums.
Sie finden diese Auseinandersetzung
hier und können sich gern
daran beteiligen.
Vorliegende
Seiten zum Judentum entstanden im Rahmen eines fächerübergreifenden
Wahlgrundkurses am Döbelner G.-E.-Lessing-Gymnasium. In dem von mir geplanten
Kurs sollten die Schüler mit jüdischer Geschichte und Kultur vertraut gemacht
werden.
Es ist dies ein Themenkreis, der von den
traditionellen Fächern Geschichte, Ethik und Religion zwar reflektiert wird,
ein Gesamtüberblick über die vielfältigen und differenzierten Probleme der
jüdischen Vergangenheit und Gegenwart entsteht jedoch nicht. So wurde mir in
den vergangenen Jahren deutlich, daß Schüler zwar einiges über die
religiösen Gebräuche der Juden wissen, daß sie durchaus informiert sind über
die Chronologie der Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus, nur
tiefere Einsichten in die Gründe des Antisemitismus wurden selten deutlich.
Im Wahlgrundkurs wurde nun versucht, gerade
dieses Thema ursächlich zu hinterfragen. Es ging hier nicht nur um eine
bloße Abfolge historischer Ereignisse. Über literarische Werke,
philosophische und religionsgeschichtliche Texte, aber auch über handlungs-
und produktionsorientierte Unterrichtssequenzen sollte ein Gesamtbild des
Judentums mit all seinen Facetten entstehen.
Der Kurs "Jüdische Geschichte und Kultur" wurde
für Schüler der 11. Klasse angeboten, im Schuljahr 1998/99 schrieben sich 70
Interessenten ein.
Am Ende des Schuljahres versuchten diese
Schüler die unterrichtliche und die außerunterrichtliche Arbeit des Kurses
zu dokumentieren. Die Teilnehmer der drei Kurse wurden in Kleingruppen
eingeteilt, die in selbständiger häuslicher Arbeit einzelne Themen zum
Judentum gestalteten. Die Ergebnisse wurden dem Lehrer dann auf Diskette
abgegeben bzw. sie wurden an seine private E-Mail-Adresse gesandt.
Die Bearbeitung und die Veröffentlichung im Internet übernahmen dann Stefan
Heyde und Herr M. Müller. Beiden sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Michael Höhme
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