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Am 30. April 1998 jährt sich die Gründung
des Staates Israel zum fünfzigsten Mal. Das altneue Land wurde zu einem
unabhängigen Staat inmitten des Krieges, der viele Väter hat und der das
Land seit einem halben Jahrhundert ebenso begleitet wie jene Hoffnung, die
nur einen Namen trägt:
Shalom, Salam, Frieden.
Die Geschichte des modernen Israel, seine
inneren Spannungen, seine Fortschritte, Rückschläge, seine neu erbauten Orte
wie ersehnten Utopien bezeugen die Wirkungsmächtigkeit des biblischen
Israel, des Zionismus der Jahrhundertwende. Die Geschichte des modernen
Israel ist aber auch bestimmt von der furchtbaren Erfahrung der Shoah, der
Schaffung einer eigenen Gesellschaft, der Selbstbehauptung eines eigenen
Staates inmitten von Kriegen, Konflikten, Eroberungen und Friedensschlüssen.
Vier neue Bücher geben ein anschauliches
Bild davon:
Ingrid Wiltmann zeichnet in zwölf
Gesprächen ''Lebensgeschichten aus Israel''
auf, für die das Jahr 1948 zur Zäsur wurde.
Jehoshua Kenaz spürt in ''Nach den
Feiertagen'' denen literariscb nach, die nicht wirklich heimisch wurden
in dem neuen Staat.
Eine ''Geschichte
in Texten'' erzählt die von Jakob Hessing herausgegebene
Anthologie: Porträts, Texte, Begebenheiten, Erinnerungen an das
vergangene Israel wie Erfahrungen mit dem gegenwärtigen Israel.
Hans Mayers ''Reisen nach Jerusalem''
führen ihn einmal in das Land unmittelbar nach dem Sechs-Tage-Krieg, ein
anderes Mal am Tag der Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten
Itzhak Rabin im November 1995, einer Tat, die die politische Gegenwart
Israels bis heute prägt.
ISRAEL 50 im Suhrkamp Verlag
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