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Judentum und Israel
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Ein großes Porträt eines großen Mannes

peres.jpg (7024 Byte) Robert Littel
ARBEIT FÜR DEN FRIEDEN
Gespräche mit Shim'on Peres

S.Fischer Verlag (März '98)

Ohne ihn sähe die Welt, trotz aller Rückschläge, heute anders aus.

Shimon Peres, der 1998 75 Jahre alt wird, hat jahrzehntelang die verschiedensten Ämter in der israelischen Politik bekleidet und war bis zu seiner knappen Wahlniederlage gegen Benjamin Netanyahu 1996 Nachfolger des ermordeten Ministerpräsidenten Rabin.

»Das Leben hat zwei Geschichten, die wirkliche und die erträumte.«

»Feinde sind der Stoff, aus dem Partner werden.«

»In zweitausend Jahren wurden die Erinnerungen zu unserem Land.«

»Man kann nicht über Religion reden, als sei sie etwas fest Eingefrorenes.«

»Ein Weiser aus dem alten Griechenland wurde einmal gefragt, worin der Unterschied zwischen Krieg und Frieden bestehe. Er antwortete: 'Im Krieg begraben die Väter ihre Kinder, im Frieden tragen die Kinder ihre Väter zu Grabe'.«

»Man muß stark sein nicht um der Stärke willen, sondern um Frieden schließen zu können.«

»Ich habe immer wieder erlebt, wie Menschen einen Wahlkampf gewonnen haben und dann nicht wußten, was sie mit dem Sieg anfangen sollten.«

»Die Internationalisierung Jerusalems ist eher ein ferner Traum als eine realistische Position.«

»Besatzer zu sein ist eine traurige Erfahrung. Doch ich bin nicht der Meinung, daß uns das wirklich korrumpiert hat.«

»Wir leben in einer Welt ohne Grenzen, aber die Grenzen existieren in unseren Köpfen alle weiter.«

Shim'on Peres, Träger des Friedensnobelpreises, ist eine der profiliertesten Persönlichkeiten der Weltpolitik. Neben Jizhak Rabin war er der Motor des Nahost-Friedensprozesses.

Robert Littell hat fünf Gespräche mit Shimon Peres geführt, die sehr viel mehr sind als nur Interviews. Littell und Peres sind gleichwertige Gesprächspartner, klug, belesen, differenziert. Durch die versierte Gesprächsführung Littells gewinnen die Persönlichkeit und das intellektuelle Format Peres' scharfe Konturen. Peres berichtet über seine Kindheit in einem weißrussischen Schtetl, seine frühen geistigen Prägungen, über seinen Weg nach Palästina, über die Staatsgründung Israels und über die langwierige und komplizierte Arbeit am Friedensprozeß im Nahen Osten und seine diffizilen diplomatischen Hintergründe.

Die Gespräche enden nicht mit Peres' (einstweiligem) Ausscheiden aus der aktiven Politik. Vielmehr zeigt sich, welch verschiedene, auch ganz konkreten Formen die »Arbeit für den Frieden« annehmen kann. Peres engagiert sich in drei Stiftungen, von denen eine seinen Namen trägt. Ein außergewöhnliches Porträt eines faszinierenden Staatsmannes.

Robert Littell, ehemaliger Korrespondent von Newsweek im Nahen Osten und in der Sowjetunion, hat zwölf Romane veröffentlicht. Sein Werk ist in ein Dutzend Sprachen übersetzt worden und hat einhelliges Lob der Kritik auf beiden Seiten des Atlantiks geerntet. Auf deutsch erschienen u. a. Spion im Spiegel (1992), Moskau mon amour (1993), Der Gastprofessor (1995).

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