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Judentum und Israel
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Kunst, Musik und Literatur:
Aktuelle Meldungen aus dem jüdischen KulturLeben

Zwangsarbeit

 
Zwangsarbeit für Deutschlands Konzerne:
Bezahlen? - Machen Sie sich doch nicht lächerlich!!!
Auch ein Stern...

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Die Aufzeichnungen der Volkswirtin Elisabeth Freund:
Als Zwangsarbeiterin 1941 in Berlin

Alltagszenen, insbesondere an industriellen Arbeitsplätzen. Ausgrenzungen und Kränkungen durch nichtjüdische Deutsche, ganz seltene Ermutigungen von dieser Seite und das Gegenhalten der Stigmatisierten.

In der Einleitung werden die persönlichen Lebensumstände Elisabeth Freunds beschrieben und die Zeitverhältnisse dargelegt. Die Herausgeberin gibt einen Überblick über die Forschungsliteratur zum Nationalsozialismus, zur Situation der Juden, ihrer Zwangsarbeit, zur Judenvernichtung sowie zu ihrer erzwungenen Emigration. Die Aufzeichnungen von Elisabeth Freund (1898-1982) über ihre Zeit als Zwangsarbeiterin in einer Großwäscherei und in einem Metallbetrieb in Berlin von April bis Oktober 1941 sind eine außergewöhnliche Quelle zur Sozial- und Frauengeschichte der NS-Judenverfolgung. Die Autorin verfaßte die 38 kurzen Kapitel unmittelbar nach ihrer in allerletzter Minute geglückten Ausreise nach Havanna.

Geb. - 165 Seiten (1996) Akademie-Verlag, Berlin
Euro 24,80

Ausländereinsatz:
Zwangsarbeit für die Münchner Kriegswirtschaft 1939 - 1945

Andreas Heusler Geb. - 474 Seiten (1996) Hugendubel

Allein in München arbeiteten mehr als 100.000 ausländische Arbeitskräfte für die deutsche Kriegswirtschaft; sie bildeten eine feste Größe im ökonomischen Kalkül von Rüstungsverantwortlichen und Unternehmern und waren ein zentraler Faktor der nationalsozialistischen Kriegsführung.

Dennoch ist dieser Aspekt gerade für die regionale und lokale Ebene bislang nur unzureichend untersucht: Für München, das als eines der bedeutendsten Zentren der deutschen Rüstung während der Kriegsjahre anzusprechen ist, versucht diese Studie die Lücke zu schließen, ordnet das Phänomen Zwangsarbeit aber zugleich auch in den Gesamtkomplex der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft ein. Durch die Analyse der Alltagsrealität der zwangsverpflichteten Fremdarbeiter und durch die Beleuchtung von Einzelschicksalen, die aus Archivbeständen und Gerichtsakten recherchiert werden konnten, entsteht eine umfassende Studie, die detailliert Auskunft über ein Stück lokaler Zeitgeschichte zu geben vermag.

  • Teil 1:
    München Profil einer Stadt im Krieg
  • Der Wirtschaftsstandort München
  • Der städtische Arbeitsmarkt und die Ausländerbeschäftigung in den dreißiger Jahren
  • Regionale Kriegswirtschaftsverwaltung, Unternehmertum und Arbeitseinsatz
  • Der Münchner Ausländereinsatz - Entwicklungsdynamik und Strukturanalyse
  • Teil 2:
    Arbeitswelt und Lagerleben - Zur Alltagswirklichkeit des Ausländereinsatzes in München
  • Die Münchner Ausländerlager und -massenquartiere - Einrichtung, Verwaltung, Betrieb
  • Arbeitswelt und Alltagsleben der ausländischen Arbeitskräfte
  • Die Versorgungssituation in der Stadt und die Lebenslage der ausländischen Arbeitskräfte
  • Medizinische Versorgung und ärztliche Betreuung
  • Sozialkontakte im verborgenen: Verbotene Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen
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Akten weg! Zahngold geputzt!
Zwangsarbeiter in unterirdischen Rüstungsbetrieben:
Besondere Vorkommnisse nicht bekannt

Annette Wienecke - Geb. - 202 Seiten - Pahl-Rugenstein

Ausgerechnet ein "Kleinkleckersdorf" in der Heide wird während der Kriegsjahre zur bombensicheren Bastion für die Rüstungswirtschaft ausgebaut. Mit Rekordgeschwindigkeit verwandelt Hitlers Organisation Todt das örtliche Salzbergwerk in eine gigantische unterirdische Fabrik. Hier sollen am Fließband Teile für Jagdflugzeuge produziert werden. Argwöhnisch betrachtet man im Ort nur die Kolonnen der fremdländischen Arbeiter und Gestalten in Zebraanzügen. Die mit der schneeweißen Haut werden nicht so oft gesehen. Besondere Vorkommnisse bleiben in dieser Gegend dennoch notorisch unbekannt...bis heute.

Montiert aus erstmals veröffentlichtem Archivmaterial von Firmen, Gemeinde- und Bergbauämtern und vielen anderen Zeitdokumenten ist hier ein deutsches Lesebuch entstanden. Seine Geschichten sind zu haarsträubend oder zu banal, als daß sie jemand hätte erfinden können. Dieses Buch zeigt unter anderem, wie verbreitet in Niedersachsen geheime Sonderprojekte untertage waren und wie kooperativ sich Behörden und Öffentlichkeit verhielten. Es bestürzt mit der Erkenntnis, daß der Zwangsarbeitereinsatz - ohne weiteres Aufsehen zu erregen - ein Teil des narzißtischen Völkermords war. Die hier vorgelegte Geschichte ist der gelungene Versuch einer dokumentarischen Reportage. Das Buch wirkt in die Wissenslücke über die lokalen Verantwortlichkeiten und Ereignisse im NS-Staat.

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BAYER

1940 - 1945:
Niederländer und Flamen in Berlin

29.80DM 220 Seiten Ed. Hentrich

Der Lebensalltag der Großstadt Berlin - geprägt von Angst und Gewalt: Niederländer und Flamen, Männer und Frauen, von denen einige schon vor Kriegsbeginn in Berlin lebten, wurden aus "politischen, rassischen oder religiösen Gründen" in die Konzentrationslager Brandenburgs (Sachsenhausen, Ravensbrück) deportiert. Gefangene wurden in die Gefängnisse in der Alexanderstraße, in Moabit oder in Plötzensee verschleppt und teils hingerichtet. Einige von ihnen - wie z. B. die "Gruppe Bordo", die "Goulooze-Gruppe" oder Jan und Cato Bontjes van Beek - hatten Widerstand gegen die Naziherrschaft geleistet.

Unter den Menschen, die zum Arbeitseinsatz in Landwirtschaft und Rüstungsindustrie gezwungen wurden, befanden sich Zehntausende von Belgiern und Niederländern. In unmittelbarer Nachbarschaft mit der deutschen Bevölkerung und doch meistens ohne Kontakt, wurden sie in Barackenlagern untergebracht. Auf sogenannte Sabotage oder Flucht stand schwerste Strafe. Kriegsgefangene, Offiziere wie einfache Soldaten, mußten in Lagern in der weiteren Umgebung von Berlin ausharren. Berlin war mehrmals Drehscheibe für Fluchtversuche. Die Autoren dokumentieren mit diesem Band die gemeinsame Geschichte von Niederländern und Flamen während der Kriegsjahre in der Reichshauptstadt. In der Beschreibung von Einzelschicksalen und in den Erzählungen von ehemaligen Zwangsarbeitern tritt Vergessenes zutage: von Berlinern, die nicht mehr wissen, was die Flamen und Niederländer im Berlin ihrer Eltern erlitten, und von Niederländern und Flamen, die die heimkehrenden Zwangsarbeiter lange Zeit mit skeptisch-fragendem Blick als "Kollaborateure" betrachteten.

 

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  • Der alteingesessene Fremde. Ehemalige Zwangsarbeiter in Westdeutschland
    Stanislaus Stepien / Taschenbuch / Erschienen 1989
  • Entschädigung für NS- Zwangsarbeit. Rechtliche, historische und politische Aspekte
    Taschenbuch / Erschienen 1998
  • Erinnern. Bedenken. Lernen.
    Gebundene Ausgabe / Erschienen 1990
  • Herzanschläge.
    Johannes Winter / Taschenbuch / Erschienen 1993
  • Die Hölle von Rees. Erinnerungen an ein Zwangsarbeiterlager
    Jan Krist / Gebundene Ausgabe / Erschienen 1995
  • Kinder, die nicht zählten. Ostarbeiterinnen und ihre Kinder im Zweiten Weltkrieg
    Gisela Schwarze / Taschenbuch / Erschienen 1997
  • Das Leben der Zwangsarbeiter im Volkswagenwerk 1939 - 1945
    Klaus-Jörg Siegfried / Taschenbuch / Erschienen 1988
  • Lw. 2/ IX, Muna Lübberstedt. Zwangsarbeit für den Krieg
    Barbara Hillmann, u. a. / Gebundene Ausgabe / Erschienen 1995
  • Maripol - Herford und zurück. Zwangsarbeit und ihre Bewältigung nach 1945
    Gebundene Ausgabe / Erschienen 1995
  • Patronenwald. Dokumente zur Zwangsarbeit im 'Dritten Reich'
    Sebastian Drost / Taschenbuch / Erschienen 1998
  • Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939 - 1945
    Klaus-Jörg Siegfried / Taschenbuch / Erschienen 1993
  • Schatten am Hohentwiel. Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Singen
    Wilhelm J. Waibel / Gebundene Ausgabe / Erschienen 1995
  • Sprengstoff im Harz.
    Jani Pietsch / Taschenbuch / Erschienen 1998
  • Staatskollaboration. Vichy und der Arbeitskräfteeinsatz im Dritten Reich
    Bernd Zielinski / Gebundene Ausgabe / Erschienen 1995
  • Die Straße nach Lemberg. Zwangsarbeit und Widerstand in Ostgalizien 1941-1945
    Eliyahu Yones / Taschenbuch / Erschienen 1998
  • U- Boot Bunker ' Valentin' / Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit
    Fabian Becker, Dieter Schmidt / Gebundene Ausgabe / Erschienen 1996
  • Unerwartete Begegnung. Als junger 'Fremdarbeiter' in Pforzheim 1944/45
    Roger Riblet-Buchmann / Gebundene Ausgabe / Erschienen 1993
  • Wir lebten und schliefen zwischen den Toten.
    Ernst Kaiser, Michael Knorn / Taschenbuch / Erschienen 1998
  • Wir waren wie Vieh
    Tamara Frankenberger / Taschenbuch / Erschienen 1997 - DM 44,00
  • Zwangsarbeit bei Daimler- Benz
    Gebundene Ausgabe / Erschienen 1994 - DM 89,00
  • Zwangsarbeit II für die Rüstung im südniedersächsischen Bergland 1939 - 1945
    Detlef Creydt, August Meyer / Gebundene Ausgabe / Erschienen 1994 - DM 34,00
  • Zwangsarbeit in der Münchener Kriegswirtschaft 1939-1945
    Andreas Heusler / Taschenbuch / Erschienen 1991
  • Zwangsarbeit in Karlsruhe 1939 - 1954. Ein unbekanntes Kapitel Stadtgeschichte
    Jürgen Schuhladen-Krämer / Taschenbuch / Erschienen 1997
  • Ich erinnere mich nur an Tränen und Trauer. Zwangsarbeit in Lübeck 1933 bis 1945
    Taschenbuch / Erschienen 1999
  • Planet Dora. Als Gefangener im Schatten der U2- Rakete
    Yves Beon / Taschenbuch / Erschienen 1999
  • Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939 - 1945
    Klaus-Jörg Siegfried / Taschenbuch / Erschienen 1999
  • Sklavenarbeit unterm Hakenkreuz. Die verdrängte Geschichte der österreichischen Industrie
    Reinhard Engel, Joana Radzyner / Gebundene Ausgabe / Erschienen 1999
  • Verweigerte Rückkehr. Erfahrungen nach dem Holocaust
    Hans Frankenthal / Taschenbuch / Erschienen 1999
  • Zur Arbeit gezwungen. Zwangsarbeit in Deutschland 1940 - 1945
    Gebundene Ausgabe / Erschienen 1999

 

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Das intellektuelle Vermächtnis des deutschsprachigen Judentums.

Hans Erler, Ernst Ludwig Ehrlich, Heid, Ludger (Hg.)
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»Wenn das ehemals große deutsche Judentum noch heute einen Sinn für die deutsche Umwelt hat, so vielleicht den, daß darüber nachgedacht wird, ob nicht auch heutige Deutsche das benötigen, was die besten dieser ermordeten oder vertriebenen Juden einte: Ein kritisches Bewußtsein und der Wille zu Solidarität und Menschlichkeit«.

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