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[buecher.judentum.de]
Kunst, Musik und Literatur:
Aktuelle Meldungen aus dem jüdischen KulturLeben
Nazismus, Antisemitismus, Deutsches Reich
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Liskhor velo lischkoah - Gedenke und vergesse
nicht:
Jüdischer Widerstand!
Der jüdische Widerstand ist ein Thema, das bisher in der umfangreichen
deutschen Forschung zur nationalsozialistischen Judenverfolgung wenig
behandelt worden ist. Das Bild von der Passivität der Opfer ist nach wie vor
verbreitet. Ausserhalb von Israel ist lediglich der Aufstand im Warschauer
Ghetto bekannt. Juden kämpften aber auch als Partisanen in Osteuropa, als
Stadtguerilla in Paris und anderen Städten Westeuropas. Drei Kapitel sind
den jüdischen Soldaten in den alliierten Armeen, besonders den 30.000
Freiwilligen aus Palästina, gewidmet.
Zwangsarbeit für Deutschlands Konzerne:
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Kunst gegen das Vergessen
...damit niemandem, egal welche Religion,
Rasse oder politische Anschauung er vertritt,
dieses oder ähnliches widerfahren.
Adolf
Frankl ì''æ
(1903 Bratislava - 1983 Wien) |
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Felix Nussbaum: Der ermordete Künstler und die Wertschätzung seiner
Heimatstadt
Aus allen Ausstellungsräumen des - mit grossem Medienrummel - erst vor drei
Monaten eröffneten
Nussbaum-Hauses, wurden inzwischen alle Bilder des in Auschwitz
ermordeten deutschen Malers entfernt. Michel Friedman, Mitglied im Präsidium
des Zentralrates der Juden in Deutschland, brachte seine Entrüstung darüber
zum Ausdruck: ''Bei allem Verständnis, daß das Gebäude jetzt für die große
Europarats-Ausstellung zum Westfälischen Frieden benötigt wird, ist es nicht
zu begreifen, daß für den von den Nationalsozialisten ermordeten Künstler
nicht einmal eine kleine Nische übriggeblieben ist'', so Friedman. Der Bau
des Architekten Daniel Libeskind, wurde als eine Gedenkstätte ''für und
wegen Felix Nussbaum'' erstellt.

Sind Kultur und Pressefreiheit
Privatsache einiger
Selbstausbeuter?
Wird Rechtsextremen
und Antisemiten das Internet
widerspruchslos überlassen? |
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Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien
Der rasende Reporter
Vor 50 Jahren starb in Prag eine der schillerndsten Persönlichkeiten aus
der Welt des Journalismus: Egon Erwin Kisch. In der Zeit des Kalten
Krieges im Westen weitgehend totgeschwiegen, im Osten hoch gelobt.
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22.07.1878
Vor 120 Jahren: Janusz Korczak in Warschau geboren
Der jüdische Kinderarzt gründete 1911 ein Waisenhaus, das er nach
seinen pädagogischen Ideen (u.a. Respekt vor der Eigenständigkeit des
Kindes) leitete. Darüber hinaus schrieb er zahlreiche Kinderbücher, Dramen,
Lyrik u.v.m. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht wurde er mit den
Kindern seines Waisenhauses in das Warschauer Ghetto gezwungen, am 5. August
1942 begleitete er die Kinder ins Vernichtungslager Treblinka, wo alle
ermordet wurden. 1972 wurde ihm posthum der Friedenspreis des Deutschen
Buchhandels verliehen.
Tip: Das Kinderbuch ,,Kaitus oder Antons Geheimnis" von Janusz Korczak.
07.08.1933
AIdo Zargani wird 65
Der in Turin geborene Autor überlebte die Verfolgung gemeinsam mit
seinem jüngeren Bruder, indem sie Hilfe in Klöstern und bei Partisanen
fanden. Sein Buch ,,Für Violine solo. Meine
Kindheit im Diesseits 1938-1945" (S. Fischer Verlag 1998) erzählt von
dieser Zeit, als das behütete Kind aus seiner Welt gerissen wurde. Nach dem
Krieg arbeitete Zargani bei der Rundfunk- anstalt RAI und hatte daneben auch
Engagements als Schauspieler. Zargani lebt in Rom.
In dem alten Haus der Familie Ben-Chorin in Jerusalem scheint die Zeit
stehengeblieben zu sein. Unzählige Bücher, die sich bis zur Decke stapeln,
dokumentieren deutsch- jüdische Kultur.
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| ''Meinetwegen ist die Welt
erschaffen''
Das intellektuelle Vermächtnis des deutschsprachigen Judentums.
Hans Erler, Ernst Ludwig Ehrlich, Heid, Ludger (Hg.)
58 Porträts, CAMPUS VERLAG, Sept.'97
560 S., DM 68.00, ÖS 364.00, sFr 46.00
»Wenn das ehemals große
deutsche Judentum noch heute einen Sinn für die deutsche Umwelt hat, so
vielleicht den, daß darüber nachgedacht wird, ob nicht auch heutige
Deutsche das benötigen, was die besten dieser ermordeten oder
vertriebenen Juden einte: Ein kritisches Bewußtsein und der Wille zu
Solidarität und Menschlichkeit«. |
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DER 10. JUNI - EIN TAG IM
FRÜHLING
LIDICE /
ORADOUR / LACHOWICE / LIDA / OSTROWIEC ...
Peter Gay
Am 20.06.1923, also vor 75 Jahren, kam Peter Gay in Berlin zur Welt.
Er wurde mit einer Leistung weltbekannt, die zuvor für nahezu unmöglich galt.
Ihm gelang mit seinem monumentalen Werk "Freud. Eine Biographie für unsere
Zeit" (Fischer Taschenbuch Verlag, 904 Seiten) eine umfassende,
faszinierende Darstellung von Leben und Werk Sigmund Freuds.
Gay, emigrierte 1939 in die Vereinigten Staaten. Er lehrt und forscht als
Professor für Geschichte an der Yale-Universität in New Haven und ist
Ehrenmitglied der Amerikanischen Psychoanalytischen Gesellschaft.
Das Grundrecht auf Asyl
Vor 5 Jahren, am 26.05.1993, verabschiedete der deutsche
Bundestag eine Grundgesetzänderung.
Mit Wirkung zum 1.Juli 1993 wurde das vorbildliche, unter dem Eindruck des
Elends der Verfolgten der Nazi-Diktatur entstandene Grundrecht auf Asyl,
eingeschränkt.
Chris de Stoop:
Hol die Wäsche rein
Die Geschichte einer ganz gewöhnlichen Abschiebung
(Fischer Taschenbuch Verlag) |
Charles Taylor:
Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung
Mit einem Beitrag von Jürgen Habermas
(Fischer Taschenbuch Verlag) |
02.05.
1928 (70. Geburtstag):
Georges-Arthur Goldschmidt
Georges-Arthur Goldschmidt wurde in Hamburg geboren, den
nationalsozialistischen Terror über lebte er versteckt in Frankreich. Um
diese Erfahrungen kreist seine Literatur, die von keinem geringeren als
Peter Handke ins Deutsche übersetzt wird. Goldschmidt lebt in Paris. Im
Fischer Taschenbuch Verlag sind die Bücher 'Die Absonderung', 'Der
unterbrochene Wald' und ab September 1998 'Die Aussetzung' lieferbar. Für
sein Werk erhielt Georges-Arthur Goldschmidt den Geschwister-Scholl Preis
1991.
05.05.1818 (180. Geburtstag):
Karl Marx
Karl Marx bleibt ein provozierender Denker - auch und gerade nach
dem Ende der politischen Systeme, die behaupteten, seine Theorien zu
verwirklichen. Die von Iring Fetscher herausgegebene Studienausgabe ist im
Fischer Taschenbuch Verlag lieferbar.
01.06.1908 (90. Geburtstag):
Peter de Mendelssohn
Peter de Mendelssohn war Schriftsteller, Übersetzer und
Journalist (u.a. als Berichterstatter bei den Nürnberger Prozessen und von
1950 bis 1970 als Korrespondent des Bayerischen Rundfunks). Er verließ 1933
aus politischen Gründen Deutschland, seit 1936 lebte er in London, 1970
kehrte er in seine Heimatstadt München zurück.
Damals veröffentlichte er die umfangreiche Monographie 'S. Fischer
und sein Verlag'. Peter de Mendelssohn hat sich besonders dem Leben und Werk
von Thomas Mann gewidmet: Er hat fünf Bände der Tagebücher und die
Frankfurter Ausgabe der Werke ediert und arbeitete bis zu seinem Tod 1982 an
der Fortsetzung der großen Biographie 'Der Zauberer', deren erster Teil 1975
erschienen ist.
Die Goldhagen-Kritik wird obszön:
Norman Finkelstein
und der 'HoloPorn'
Endlich ist sie da: Auf die antizionistische Kritik an
Goldhagen haben in Deutschland schon viele gewartet!

Else
Lasker-Schüler
Vor 65 Jahren, am 10.05.1933:
Bücherverbrennung in Deutschland
Die Bücher und Schriften von Anna Freud, Sigmund Freud, Franz
Kafka, Alfred Kerr, Annette Kolb, Heinrich Mann, Thomas Mann, Arthur
Schnitzler, Franz Werfel, Carl Zuckmayer, Stefan Zweig und vielen, vielen
anderen sind betroffen.
- Gabriele Tergit: Im Schnellzug nach
Haifa
Die Berliner Journalistin Gabriele
Tergit, Autorin des legendären Romans ''Käsebier erobert den
Kurfürstendamm'', flüchtete 1933 über Prag nach Palästina. Wie bei vielen
anderen Emigranten war auch ihre Ankunft in Haifa geprägt von Trauer über
das Verlorene, von Skepsis und von Angst.
Lesen Sie die Kurzgeschichte: ''Frau
Doktor''
WEITERE MELDUNGEN
ZUR JÜDISCHEN LITERATUR
Nachwuchsjournalismus:
Eine
Schülerzeitung findet bei haGalil onLine faszinierende Vielfalt
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